Acht Jahre „Schaeferblick“

achtHappy Birthday, „Schaeferblick“! Acht Jahre ist es nun schon her, dass ich diesen Blog gestartet habe. Es freut mich sehr, dass auch in den vergangenen 12 Monaten stets ein konstantes Besucheraufkommen zu verzeichnen war und auch ältere Beiträge immer wieder in den Statistiken auftauchen. Das meiste Interesse verzeichnete im letzten Jahr sicherlich die Buchzusammenfassung des Bestsellers „Schwarmdumm“, die auch auf Twitter einiges an Echo erfahren hatte, u.a. sogar vom Autor selber. Auch für die 10-Jahres Serie habe ich weiter den Archiven gekramt und einige auch heute noch lesenswerte Texte zutage gefördert.

Apropos 10 Jahre: Heute genau vor 10 Jahren veröffentlichte Andrew McAfee seinen vielzitierten Artikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“, quasi die Urschrift aller nachfolgenden Publikationen und erste Definition des neuen Begriffs bzw. Buzzwords. Gleich im ersten Satz schreibt er „Haben wir endlich die richtigen Werkzeuge für die Wissensarbeit?“ Wie würden wir diese Frage aus heutigen Sicht beantworten? Aus technischer Sicht sicherlich ein klares „Ja“ bzw. „Ja, schon lange“. Was jedoch die Verbreitung der Tools bzw. das Wissen um die Potentiale, d.h. die praktische Umsetzung bzw. produktive Anwendung angeht, haben wir in den letzten 10 Jahren sicherlich einiges geschafft, aber sicherlich noch einen weiten Weg zu gehen. Wer den Artikel heute liest und sich bisher noch nicht weiter mit der Thematik beschäftigt hatte, könnte meinen, dass der Text erst vor kurzem erschienen ist. Beim erneuten Lesen musste ich wieder einmal feststellen, wie viele zentrale Aspekte zu Enterprise 2.0 sich bereits in diesem 10 Jahre alten Text finden, die auch heute noch immer auf den Konferenzen und in den Diskussionsrunden von den Experten als mehr oder weniger große Erkenntnis vorgetragen werden.

Einen sehr lesenswerten Beitrag über die Entwicklungen in den letzten Jahren geben Dr. Martina Göhring und Prof. Dr. Joachim Niemeier in einer kürzlich veröffentlichten Metastudie „Arbeitswelt und Organisation im Wandel“. Darin zeigen sie nicht nur die klassischen Treiber und Ziele für Enterprise 2.0 auf, sondern auch eine Kraftfeldmatrix der Performancefaktoren, die zum Erfolg beitragen oder auch hemmend wirken können. Abschließend kommen auch die Autoren zu dem Fazit, dass, auch wenn dem Thema in den letzten Jahren kontinuierlich (zumindest in Umfragen) eine große Bedeutung beigemessen wird, es immer noch sehr viel zu tun gibt. Viel Energie der „Digitalen Transformation“ geht aktuell in die klassische IT, die Produktentwicklung oder neue Geschäftsmodelle, anstatt in die Transformation von Arbeitsprozessen, Führung und Organisationsentwicklung – prägnant formuliert: „Die Cloud ist eben einfacher zu digitalisieren als die Crowd.“

Und last but not least, konnte auch Twitter vor wenigen Tagen seinen 10. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass sendete z.B. ZDFinfo ein sehenswerte Reportage. Seit nunmehr genau 7 Jahren bin auch ich dort mal mehr oder weniger aktiv und freue mich über eine relativ konstante bis leichte steigende Zahl an Followern. Für mich ist es nach wie vor die Quelle für Serendipity, ein Strom an Nachrichten, in den ich gerne hin und wieder eintauche, ohne das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich mal für einige Zeit nicht dabei bin. In diesem Sinne, auf geht’s in Jahr Nummer neun!

Broschüre zu Concept Development und Experimentation (CD&E)

CDE-BroschNach dem Erfolg der NetOpFü-Broschüre war klar, dass sich dieses ansprechende Format der Wissensvermittlung auch für andere (Grundlagen-)Themen bestens eignet. Neben der Vernetzten Operationsführung war es im Jahr 2005 (und folgenden) vor allem die Methode „Concept Development & Experimentation“, kurz CD&E, die unter dem großen Oberbegriff der „Transformation der Streitkräfte“ den Weg Richtung Zukunft wies.

In dieser Zeit gab es nicht nur die ersten großangelegten Experimente (vgl. Beitrag hier und hier), sondern z.B. auch in Berlin eine der ersten internationalen Konferenzen, die sich ausschließlich diesem Thema widmete. Wie ich im Internet lesen konnte, war Berlin im Jahr 2015 erneut Gastgeber dieser Veranstaltung mit 240 Teilnehmern aus mehr als 20 Staaten. Die Methode CD&E hat also über die letzten Jahre weiter an Bedeutung gewonnen und steht nach wie vor weit oben auf der Agenda zahlreicher Streitkräfte. Schon vor 10 Jahren war klar, dass die großen Herausforderungen von CD&E in der praktischen Umsetzung liegen und somit der (möglichst übergreifende) Austausch von Erfahrungen und Best Practices essentiell sein wird.

Im Jahr 2005 war die Situation zu CD&E ähnlich wie bei der Vernetzten Operationsführung: Die Dokumentenlage in den deutschen Streitkräften beschränkte sich im Wesentlichen auf die Publikationen aus den USA bzw. der NATO (Codes Of Best Practice) und ein paar wenige daraus (meist eher bruchstückhaft) abgeleitete Foliensätze. Entsprechend wenig verbreitet waren die allgemeinen Grundlagen zu CD&E geschweige denn nennenswertes praktisches Wissen.

Vor diesem Hintergrund und den allgemeinen wie persönlichen Erfahrungen aus den bisher durchgeführten CD&E-Vorhaben bzw. den ambitionierten Planungen am Horizont entstand die Idee, die wesentlichen Grundlagen der Konzeptentwicklung und deren experimentelle Überprüfung einer möglichst breiten Leserschaft in und auch außerhalb der deutschen Streitkräfte in Form einer ansprechenden Broschüre kompakt und anschaulich darzustellen. Neben einer fundierten Einführung war es mir ein besonderes Anliegen, allen Beteiligten einen Leitfaden an die Hand zu geben und damit ein gemeinsames Verständnis über die wesentlichen Ideen und Prinzipien zu schaffen. Dabei galt es auch herauszustellen, dass ein Scheitern einer ursprünglich für tauglich erachteten Idee durchaus als möglicher Ausgang eines Experiments zu akzeptieren ist – unprofessionelle Durchführung hingegen nicht. Auf dem Spiel stehen nicht selten ein hoher finanzieller Aufwand und große Erwartungen, als auch das Vertrauen und die Motivation aller Beteiligten für etwaige Folgeaktivitäten.

Im Vergleich zur NetOpFü-Broschüre sind in die CD&E-Ausgabe deutlich mehr Arbeitsstunden reingeflossen, was sich nicht nur an dem fast doppelten Umfang und der größeren Textlastigkeit zeigt. Während NetOpFü eher eine übergreifende Vision beschreibt, bei der wir im Jahr 2004 noch sehr, sehr am Anfang standen, war CD&E deutlich greifbarer, mit konkreten Handlungsempfehlungen und Best Practices, die auf zahlreichen Erfahrungen (Lessons Learned) basierten.

Es freut mich sehr, dass die CD&E Broschüre seit ihrem Erscheinen im Februar 2006 in allen Bereichen der deutschen Streitkräfte eine große Verbreitung gefunden hat und bis heute zum freien Download im Internet zur Verfügung steht. Sie blieb allerdings für einige Jahre auch die einzige deutsche Publikation in diesem Bereich, und es bedurfte der Initiative eines sehr geschätzten Kameraden, um die Erfahrungen der zahlreichen folgenden Vorhaben einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen und den Austausch weiter zu fördern (siehe dazu früheren Blogpost).

Kategorien:10_Jahre

Netzwerkzentriertes Denken in der Vernetzten Operationsführung

Vorbemerkung: Den folgenden Artikel habe ich Ende 2005 zur Veröffentlichung in der Europäischen Sicherheit erstellt. Er erschien in der Februarausgabe 2006. Ziel war es, die Ideen und Konzepte aus dem Grundlagenartikel vom Dezember 2004 zu konkretisieren und mit den aktuellen Entwicklungen im Internet zu verküpfen (Web 2.0 etc.).

NetOp_Pic3 „Vernetzte Operationsführung (NetOpFü) bedeutet Führung und Einsatz von Streitkräften auf der Grundlage eines streitkräftegemeinsamen, führungsebenenübergreifenden und interoperablen Informations- und Kommunikationsverbundes, der alle relevanten Personen, Stellen, Truppenteile und Einrichtungen sowie Sensoren und Effektoren miteinander verbindet.“ So beschreibt es die Konzeption der Bundeswehr (KdB) und setzt damit die maßgebliche Definition für die deutschen Streitkräfte. Häufig wird in diesem Zusammenhang das beliebte Bild des „NetOpFü-Schichtenmodells“ (vgl. Abbildung) präsentiert und daran das Ziel der umfassenden Vernetzung von Sensoren, Führung und Effektoren erklärt. Ebenso finden sich in der KdB die Begriffe aus der „NetOpFü-Wertschöpfungskette“ (abgeleitet aus den grundlegenden „Tenets of Network Centric Warfare“ des US Office of Force Transformation), bei der wesentliche Elemente von NetOpFü miteinander in Beziehung gesetzt werden und damit der Effizienz- und Effektivitätsgewinn von NetOpFü anschaulich dargestellt werden kann. Wesentliche Grundaussage ist es, ausgehend von Informations- und Wissensüberlegenheit eine Entscheidungsüberlegenheit zu erlangen, um damit letztendlich eine Wirkungsüberlegenheit zu erzielen.

In diesem Artikel werden die allgemeinen Beschreibungen vertieft und dabei einige inhärente Aspekte Vernetzter Operationsführung aufgezeigt, die nach Meinung des Autors insbesondere in den deutschen Publikationen noch unzureichend dargestellt sind. Über Beispiele aus der zivilen Welt werden Prinzipien aufgezeigt, in denen aus Sicht des Autors wesentliche Potenziale und damit auch das wirklich „Neue“ der Vernetzten Operationsführung zu finden ist. Weiterlesen …

Kategorien:10_Jahre, Vernetze Welt

10 Jahre bei XING

xing2Vor ziemlich genau 10 Jahren, Anfang Dezember 2005, habe ich mich beim Open Business Club (kurz OpenBC, heute XING) angemeldet und mein Profil erstellt. Bekannte hatten mir die Plattform empfohlen und so war es leicht, die ersten Kontakte zu knüpfen. Wahrscheinlich gehörte ich auch rein altersmäßig zur typischen OpenBC/XING-Generation, die die Plattform in den ersten Jahren bevölkert haben. Bei der Anmeldung hatte ich die 30 gerade überschritten, d.h. mit dem Internet groß geworden, abgeschlossene Ausbildung, erste Stationen auf dem Lebenslauf und somit „open for business“.

Neben dem „mal ausprobieren“ war es vor allem die Kontaktpflege, die mich zur Anmeldung motiviert hatte. Mir war klar geworden, dass die digitale Vernetzung eine neue, deutlich effizientere Art des persönlichen Adressbuchs ermöglichte: Anstatt dass jeder sein eigenes Verzeichnis mit vielen Adressen pflegt, die er ständig aktuell halten muss, ist es deutlich einfacher, nur sein eigenes Profil zu pflegen und alle Kontakte werden automatisch über Änderungen informiert, d.h. jeder greift automatisch auf die aktuellen Daten zu, wenn er die Kontaktdaten einer Person sucht. Spätestens seit der Verfügbarkeit der App fürs Smartphone ist XING damit auch mein zweites Adressbuch im Handy. Weiterlesen …

Auf der Suche nach dem NetOpFü – Teil 2

7. Juli 2015 1 Kommentar

Vorbemerkung: Den vorliegenden Text habe ich im Nachgang meiner Tätigkeit als Analyst beim Experiment „Gambling Umbrella 05“ im Juni 2005 in Rendsburg erstellt. Nachdem meine Nachbetrachtung der Vorgängerveranstaltung „Common Umbrella 2004“ für einige Begeisterung gesorgt hatte (zumindest inoffiziell), war von einigen Seiten eine Fortsetzung gewünscht worden. Wie schon 2004, ging es mir nicht darum, die durchaus positiven Ergebnisse der Veranstaltung zu verunglimpfen, gleichwohl aber in einer teilweise überspitzten und satirischen Darstellung einen Beitrag zu den „lessons learned“ liefern. Betrachtet wird die Unternehmung als Ganzes und nicht die Leistung bzw. das Verhalten einzelner Teilnehmer.

Es ist mal wieder Experiment-Zeit! Es geht mal wieder nach Norden! Die Jahreszeit ist gegenüber dem letzten Mal deutlich besser gewählt, dafür sitzen wir jetzt im Landesinneren… naja, man kann nicht alles haben, schließlich haben wir den heimischen Schreibtisch ja zum Dienst zwecks freien, konstruktiven Denkens verlassen. Diesmal ist ein ergebnisoffenes Discovery-Experiment geplant, so dass der Aufmarsch an Truppe und Gerät deutlich geringer ausfällt. 20 Organisatoren und 28 mehr oder weniger experimentierfreudige Experten aus allen TSK wagen einen „ersten Versuch“. Ziel ist es, sich in den nächsten fünf Tagen schwerpunktmäßig mit den „Konzeptionellen Gedanken zur Ausgestaltung des Gemeinsamen Rollenorientierten Einsatzlagebildes (GREL) zwecks Inititalisierung der Arbeiten auf dem Konzeptentwicklungspfad bei der Experimentübung Common Umbrella 05“ zu befassen. Gerüchteweise sollen hier angesichts des Titels einigen Experten schon erste Bedenken gekommen sein, was man da wohl mit ihnen vor hat bzw. was während dieser Woche von ihnen verlangt werden wird. Doch versprach ein Blick auf den befohlenen Anzug (Dienstanzug, kurzes Hemd), dass es so schlimm schon nicht werden konnte (obwohl einige Kameraden der erdverbundenen Fraktion dies gerüchteweise genau umgekehrt interpretiert haben sollen).

Los ging es mit einer eintägigen „Input-Phase“, d.h. einem Crash-Kurs zu Transformation, CD&E und dem aktuellen Stand GREL sowie einem spielerischen Einblick in die „Basics“ der Vernetzten Operationsführung. Entgegen der Hoffnung mancher Teilnehmer konnte dies allerdings die mangelnde Auseinandersetzung mit der Materie im Vorfeld (z.B. Lesen des Konzepts) nur unzureichend ausgleichen (wobei hier der Grund weniger im fehlenden Intellekt als in der Komplexität und dem Umfang des Stoffes an sich zu suchen ist). Auch der Plan, dies in den verbleibenden Abendstunden nachzuholen – bevor am nächsten Tag eigener Output gefordert war – scheiterte leider am zeitlichen Konflikt mit dem „Icebreaker“. Naja, alles halb so wild, der Leistungs- und Erfolgsdruck der Veranstaltung hält sich eh in Grenzen, ist ja schließlich alles ergebnisoffen. Weiterlesen …

Schwarmdumm – eine Buchzusammenfassung

21. Juni 2015 3 Kommentare

schwarmdummIm Jahr 2004 veröffentlichte James Surowiecki das wegweisende Buch The Wisdom of Crowds, welches unter dem Titel Die Weisheit der Vielen auch ins Deutsche übersetzt wurde. Darin beschreibt er anhand zahlreicher Beispiele die wesentlichen Prinzipien und Voraussetzungen für Schwarmintelligenz, d.h. wann Gruppen zu besseren Ergebnissen bzw. Entscheidungen kommen, als ihre einzelnen Mitglieder. Auch wenn Surowiecki die digitale Vernetzung höchstens am Rande thematisiert, fand das Buch insbesondere im Zusammenhang mit dem damaligen Aufkommen des partizipativen Internet (Web 2.0 etc.) große Beachtung. Gute Zusammenfassungen finden sich beispielsweise in der deutschen und englischen Wikipedia.

Vor einigen Monaten, also gut 10 Jahre später, veröffentlicht nun Gunter Dueck ein Buch mit dem Titel Schwarmdumm. So blöd sind wir nur gemeinsam. und zeigt darin anschaulich auf, dass heutzutage besonders in der Geschäftswelt der Unternehmen und in großen Organisationen leider eher das Gegenteil von Schwarmintelligenz an der Tagesordnung ist. Zahlreiche intelligente Mitarbeiter bringen in ihrer Organisation als Gruppe deutlich schlechtere Ergebnisse, meist dumm-einfache Ergebnisse anstatt genial-einfache Ergebnisse. Endlose Meetings und Abstimmungsrunden, Kommunikationsprobleme, nervende Manager mit kurzfristigem Kennzahldenken, Zeit- und Zahlendruck, Ruf nach der „Extrameile“, Kontrolle und Statusreports, permanente Überwachung, Verkomplizierung der Abläufe durch Effizienzmanagement, zeitfressendes Tagesgeschäft und Zusatzaufgaben, Priorisierung nach Dringlichkeit statt Wichtigkeit, ereignisgetriebenes Arbeiten, ständige Umorganisationen, Angst vor Fehlern, Abteilungsdenken, fehlende Sicht auf das Ganze, lokale Optimierungsversuche, Menschen als austauschbare „Ressourcen“ … usw. machen die Organisation schwarmdumm und führen dazu, dass am Ende des Tages die Arbeitsergebnisse eher mittelmäßig und alle genervt und gestresst sind. Die oft zitierte unübersichtliche „Komplexität der Arbeit“ ist Folge der schwarmdummen Zusammenarbeit und nicht umgekehrt. Weiterlesen …

Kategorien:Bücher

CAFFEINE – ein Computerspiel zur Ausbildung in Vernetzter Operationsführung

27. Mai 2015 1 Kommentar

CAFFEINE Titel Schon im Jahr 2004 war klar: Die Befähigung zur Vernetzten Operationsführung (NetOpFü) erfordert nicht nur Investitionen in die dafür notwendige Technik, sondern vor allem auch auf breiter Basis die Schaffung eines Bewusstseins für die neuen Möglichkeiten, d.h. entsprechende Investitionen in Kommunikation und Ausbildung. Im September 2004 durfte ich dazu einen Network Centric Warfare (NCW) Short Course besuchen, ein vom US Office of Force Transformation entwickeltes Ausbildungskonzept, um die Ideen und Prinzipien von NCW (dem Vorbild von NetOpFü) in Amerika, aber auch den NATO Partnern zu vermitteln. Besonders beeindruckt hat mich dabei das Computerspiel StrikeCOM, das durch eigene Teilnahme auf einfache wie anschauliche Weise zentrale Inhalte von NCW verdeutlichte und dabei zugleich eine willkommene Abwechslung zu den theorievermittelnden Vorträgen (aka PowerPoint) bot.

Schnell reifte die Idee, das Spiel in einer eigenen Version (nach) zu programmieren und auch in der Bundeswehr für die Ausbildung zu nutzen. Da es für ein solches Projekt allerdings zunächst keinen offiziellen Auftrag gab, brauchte es einige Abendsessions und Wochenenden, bis ich einen ersten Prototyp bei mir in der Abteilung vorstellen konnte. Über lange Zeit unklar war auch der Name (Stichwort two hard things in computer science). Irgendwann hatte ich mir das Akronym CAFFEINE zusammengepuzzelt, was für Collaborative gAme For First Experiences In a Networked Environment stand und zugleich die aufputschende Wirkung an einem mit PowerPoint gefüllten Tag unterstreichen sollte. Weiterlesen …

Kategorien:10_Jahre, Vernetze Welt
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