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Archive for the ‘Bücher’ Category

Homo Deus – Buchzusammenfassung

homodeusNach dem Bestseller „Sapiens – eine kurze Geschichte der Menschheit“ (Blogpost) hat Yuval Noah Harari im September 2016 eine Art Fortsetzungsband veröffentlicht. In „Homo Deus – eine kurze Geschichte von morgen“ widmet er sich gezielt der Zukunft der Menschheit, d.h. möglichen Szenarien, wie sich unser Leben in den nächsten Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten verändern könnte. Grundlage dafür sind die übergreifenden Entwicklungen, insbesondere der technologische Fortschritt der jüngeren Zeit.

Über Jahrtausende waren es vor allem drei permanente Bedrohungen, die das menschliche Handeln in nahezu allen Teilen der Welt bestimmten: Hunger, Krankheiten und Krieg. Alle Erfindungen, Gebete und soziale Systeme änderten nichts daran, dass immer wieder abertausende Menschen durch Hungersnöte, Seuchen oder Gewalt zu Tode kamen. Es herrschte daher die weitverbreitete Auffassung, dass diese unkontrollierbaren Bedrohungen integraler Bestandteil eines kosmischen Plans oder der allgemeinen Natur sein mussten, woran sich auf absehbare Zeit trotz aller menschlichen Bemühungen auch nichts ändern würde.
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Sapiens – Eine kurze Geschichte der Menschheit (Buchzusammenfassung)

sapiens
Das Buch wurde im Rahmen eines Vortrages in einer Randbemerkung wärmstens empfohlen, ohne jedoch, dass der Vortragende näher auf den Inhalt einging. Da ich zu dieser Zeit gerade auf der Suche nach einem neuen eBook war, war meine Neugier sofort geweckt und der Download gestartet, ohne dass ich große Ahnung hatte, um was es darin eigentlich geht. Eigentlich war ich sogar eher skeptisch, ob ich überhaupt ein Geschichtsbuch lesen sollte. Heute kann ich mich dieser Empfehlung nur anschließen und habe irgendwann angefangen, einige Inhalte zusammenzufassen – ohne zu ahnen, dass daraus der bisher längste Beitrag dieses Blogs entsteht. Nun denn, so kurz ist „unsere Geschichte“ dann eben doch nicht.

Drei wesentliche Revolutionen bestimmen die Geschichte der Menschheit: Die kognitive Revolution vor ca. 70.000 Jahren, die landwirtschaftliche Revolution vor ca. 12.000 Jahren und die wissenschaftliche Revolution vor ca. 500 Jahren. Verglichen mit der Entstehung der Erde vor ca. 4,5 Milliarden Jahren sind das sehr kleine Zeiträume, aber reichten sie doch aus, dass sich unsere Spezies auf allen Kontinenten ausbreitete und alle anderen Lebewesen entweder Untertan machte oder komplett ausrottete – wobei insbesondere letzteres eher die Regel als die Ausnahme darstellte. Vor mehr als zwei Millionen Jahren lebten auf der Erde zur gleichen Zeit verschiedene Spezies der Gattung homo (z.B. Neandertaler, homo erectus etc.), die sich trotz ihres gemeinsamen afrikanischen Ursprungs über die Jahrtausende an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst haben. Die verschiedenen menschlichen Spezies nahmen zunächst keine Sonderstellung gegenüber den anderen Lebewesen ein und standen eher in der Mitte der Nahrungskette, trotz der Verwendung von Werkzeugen und Feuer, wobei letzteres vor allem durch die Möglichkeit, Nahrung zu kochen, einen gewissen Vorteil bzw. Zeitgewinn in der Verdauung gegenüber anderen Lebewesen brachte. Weiterlesen …

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Schwarmdumm – eine Buchzusammenfassung

21. Juni 2015 4 Kommentare

schwarmdummIm Jahr 2004 veröffentlichte James Surowiecki das wegweisende Buch The Wisdom of Crowds, welches unter dem Titel Die Weisheit der Vielen auch ins Deutsche übersetzt wurde. Darin beschreibt er anhand zahlreicher Beispiele die wesentlichen Prinzipien und Voraussetzungen für Schwarmintelligenz, d.h. wann Gruppen zu besseren Ergebnissen bzw. Entscheidungen kommen, als ihre einzelnen Mitglieder. Auch wenn Surowiecki die digitale Vernetzung höchstens am Rande thematisiert, fand das Buch insbesondere im Zusammenhang mit dem damaligen Aufkommen des partizipativen Internet (Web 2.0 etc.) große Beachtung. Gute Zusammenfassungen finden sich beispielsweise in der deutschen und englischen Wikipedia.

Vor einigen Monaten, also gut 10 Jahre später, veröffentlicht nun Gunter Dueck ein Buch mit dem Titel Schwarmdumm. So blöd sind wir nur gemeinsam. und zeigt darin anschaulich auf, dass heutzutage besonders in der Geschäftswelt der Unternehmen und in großen Organisationen leider eher das Gegenteil von Schwarmintelligenz an der Tagesordnung ist. Zahlreiche intelligente Mitarbeiter bringen in ihrer Organisation als Gruppe deutlich schlechtere Ergebnisse, meist dumm-einfache Ergebnisse anstatt genial-einfache Ergebnisse. Endlose Meetings und Abstimmungsrunden, Kommunikationsprobleme, nervende Manager mit kurzfristigem Kennzahldenken, Zeit- und Zahlendruck, Ruf nach der „Extrameile“, Kontrolle und Statusreports, permanente Überwachung, Verkomplizierung der Abläufe durch Effizienzmanagement, zeitfressendes Tagesgeschäft und Zusatzaufgaben, Priorisierung nach Dringlichkeit statt Wichtigkeit, ereignisgetriebenes Arbeiten, ständige Umorganisationen, Angst vor Fehlern, Abteilungsdenken, fehlende Sicht auf das Ganze, lokale Optimierungsversuche, Menschen als austauschbare „Ressourcen“ … usw. machen die Organisation schwarmdumm und führen dazu, dass am Ende des Tages die Arbeitsergebnisse eher mittelmäßig und alle genervt und gestresst sind. Die oft zitierte unübersichtliche „Komplexität der Arbeit“ ist Folge der schwarmdummen Zusammenarbeit und nicht umgekehrt. Weiterlesen …

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Leading Digital – Eine Buchzusammenfassung

LeadDigitalDie Digitale Transformation war nicht nur Topthema der diesjährigen CeBIT, sondern geistert bereits seit so einiger Zeit als übergreifender, technologieinduzierter Trend (oder auch Hype) durch die Führungsetagen zahlreicher Unternehmen. Die zunehmende Digitalisierung stellt bewährte Geschäftsmodelle in immer mehr Branchen („in disruptiver Weise“) in Frage und fordert grundlegende Anpassung an die neuen Möglichkeiten und sich wandelnden Ansprüche der Kunden. Auf Unternehmensseite herrscht jedoch aktuell häufig nicht nur große Unsicherheit, sondern vor allem auch Unklarheit über die konkrete Marschrichtung. Somit haben auch zahlreiche (IT-)Beratungshäuser das Thema für sich entdeckt (z.B. Accenture, Capgemini) und bieten ihre Dienste an.
Capgemini Consulting hat in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit dem MIT Center for Digital Business (u.a. Andrew McAfee) in einer ausführlichen Studie mehrere hundert globale Firmen hinsichtlich ihres Digitalisierungs-Reifegrads untersucht, um die Potentiale mit Fakten und vor allem auch Zahlen zu untermauern. Die Ergebnisse und Erkenntnisse wurden in zahlreichen Broschüren veröffentlicht und nun auch in einem Buch zusammengeführt, welches im Herbst letzten Jahres erschienen ist. Leading Digital richtet sich vor allem an Führungskräfte und Interessierte, die ihr Unternehmen einer digitalen Transformation unterziehen und damit zukunftssicher machen wollen. Zentrale Aussagen sind dabei:

  1. Die Digitalisierung betrifft nicht nur technologie-affine Firmen, sondern zwingt (nahezu) alle Branchen ihr aktuelles Geschäftsmodell auf den Prüfstand zu stellen und zu handeln.
  2. Erfolgreiche digitale Transformation funktioniert nur Top-Down, d.h. klare Führung von oben, gepaart mit engagierten Mitarbeitern.
  3. Die DNA der „Digital Masters“ besteht aus zwei notwendigen Fähigkeiten: Ausreichende Investments in digitale Technologie und Digitalisierung der Wertschöpfung („Digital Capabilities“) gepaart mit entsprechenden Fähigkeiten der Führung („Leadership Capabilities“).
  4. Es gibt kein allgemeingültiges Patentrezept („one size fits all“), sondern nur Beispiele und Best Practices zur Orientierung. Genauso wie kein Unternehmen dem anderen gleicht, genauso muss jedes seinen individuellen Weg finden.

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The Circle: Leben in der totalitären Vernetzung und Transparenz

4. November 2014 2 Kommentare

Dem ein oder anderen dürften die beiden klassischen Dystopien (Anti-Utopien) des vergangenen Jahrhunderts noch ein Begriff sein: 1984 (George Orwell, 1949) und Brave New World (Aldous Huxley, 1934). Beide Werke zeichnen eine düstere, totalitäre Gesellschaftsentwicklung, die sich wesentlich in der Kontrolle der Bevölkerung durch (vor allem aus damaliger Sicht) moderne technologische Entwicklungen begründet. Zu meiner Schulzeit (Anfang der 90er) gehörten die Bücher zur Pflichtlektüre, die wir eifrig diskutiert haben.

Im letzten Jahr veröffentlichte der US-Schriftsteller Dave Eggers den Roman The Circle und im Zuge der Veröffentlichung der deutschen Übersetzung vor einigen Wochen zogen Kritiker zahlreiche Parallelen zu den genannten „dunklen Klassikern“. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Während bei Orwell und Huxley Überwachung und Unterdrückung dem Leser sofort präsent sind, beginnt The Circle in einer eher vertrauten Gegenwart mit Werten der Freiheit und Selbstverwirklichung. Weiterlesen …

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Warum Enterprise 2.0 Führungsaufgabe ist

5. Februar 2013 1 Kommentar

Schon seit längerem ist bekannt, dass Unterstützung aus dem Kreis der obersten Führung zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren für die nachhaltige Nutzung von Social Software in einem Unternehmen (Enterprise 2.0) zählt. Idealerweise bewilligen Führungskräfte nicht nur die notwendigen Ressourcen und fordern ihre Mitarbeiter zur Beteiligung auf, sondern gehen auch selbst mit gutem Beispiel voran und bringen sich regelmäßig aktiv ein. (Andernfalls mag sich so mancher Mitarbeiter zu Recht fragen, warum er ein Werkzeug nutzen soll, das von seinen Chefs ignoriert wird.)

Häufig fällt es jedoch bereits schwer, Führungskräfte überhaupt von der Notwendigkeit für Enterprise 2.0 zu überzeugen, geschweige denn zu begeistern. Eine altbekannte Ursache könnte darin liegen, dass sich die Informationsversorgung einer Führungskraft grundsätzlich von der eines „normalen“ Mitarbeiters unterscheidet. Erstere verfügen meist nicht nur über ein großes persönliches Netzwerk im Unternehmen, sondern vor allem auch über persönliche Assistenten, die für sie die notwendigen Informationen zusammentragen und geeignet aufbereiten. Darüber hinaus existiert natürlich auch immer noch der beliebte Verweis auf die knappe Zeit, die ohnehin bereits fordernde Menge an Informationen und natürlich die Furcht vor dem (totalen) Kontrollverlust. Weiterlesen …

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Die zusammenarbeitende Organisation – eine Buchzusammenfassung

14. Januar 2013 2 Kommentare

Neben Social Busisness by Design hat im letzten Jahr vor allem das Buch The Collaborative Organization von Jacob Morgan meine Aufmerksamkeit geweckt. Während der Lektüre habe ich mir immer wieder Notizen gemacht, die letztendlich zu diesem Blogpost geführt haben.

Der Untertitel des Buches A Strategic Guide to Solving Your Internal Business Challenges Using Emerging Social and Collaborative Tools verdeutlicht, dass der Fokus hier primär auf der internen Anwendung liegt, also Enterprise 2.0 im „klassischen Sinne“ (zumindest nach der Sichtweise von einigen Protagonisten). Jacob Morgan ist Mitbegründer der Chess Media Group und aktiver Blogger im Themengebiet Social Business/ Enterprise 2.0. Meinen besonderen Respekt verdient er auch durch die Tatsache, dass er sein dreißigstes Lebensjahr erst in zwei Jahren erreichen wird. Somit haben wir hier das erste Buch von einem echten Digital Native, der nach eigener Aussage den Vorteil genießt, nie für eine Organisation hat arbeiten zu müssen, in der soziale Technologien fremd sind. In seinem Buch wird er von einer Vielzahl von Experten aus dem Themenfeld unterstützt. Neben einem Vorwort von Gil Yehuda, einem Interview mit Andrew McAfee sowie einem Schlusswort von Don Tapscott findet sich am Ende eines jeden Kapitels ein eigener Beitrag eines Verantwortlichen aus der Praxis. Weiterlesen …

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