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Dreizehn Jahre „schaeferblick“

Es steht der 1.April 2021 auf dem Kalender und damit jährt sich die Gründung dieses Blog bereits zum 13. Mal. Die Anzahl neuer Artikel hielt sich leider auch diesmal sehr in Grenzen, trotzdem freut es mich natürlich zu sehen, dass die Zugriffsstatistik unverändert mehrere hundert Besucher pro Monat ausweist. Irgendwie habe ich in letzter Zeit auch mehr Romane als Sachbücher gelesen, die sich eher weniger für eine Zusammenfassung eignen.

Keine Frage, die letzten 12 Monate waren in vielerlei Hinsicht eine besondere Zeit, die vor allem durch die Corona-Pandemie geprägt war. Wenn ich heute meinen letzten Jubiläumsblogpost vom 01.April 2020 lese, standen wir damals doch noch sehr am Anfang. Der erste Lockdown war gerade ein paar Wochen alt und die Verunsicherung, wie es kurz- und langfristig weitergeht, war groß. Natürlich hat sich seitdem einiges getan. Der Sommer war vergleichsweise „normal“, doch für Herbst und Winter hatten die Experten leider Recht behalten und das Virus hat sich wieder ordentlich Gehör verschafft. Glücklicherweise konnten wir im näheren Umfeld soweit bisher alles ganz gut überstehen und die „erlittenen Einbußen“ betreffen im wesentlichen reduzierte Freizeitaktivitäten und abgesagte Urlaube. Auch das digitale Homeschooling klappt seit Dezember ganz ok, wobei das natürlich kein vollständiger Ersatz zum Präsenzunterricht darstellt.

Mittlerweile sind mehrere Impfstoffe zugelassen und auch die Testkapazitäten bzw. –möglichkeiten wurden deutlich erhöht, allerdings hat sich auch das Virus gemäß den Gesetzten der Natur gewandelt und ebenfalls seine Effektivität gesteigert. So muss man leider trotz verständlicher „Lockdown-Müdigkeit“ auf die aktuellen Fakten schauen und die wieder steigenden Fallzahlen anerkennen. Die Lage bleibt auch zum heutigen Tage angespannt und die Zukunft in gewissem Maße unsicher. Aktuell ist vor allem zu hoffen, dass wir in den nächsten Wochen die Impf- und Testkapazitäten weiter steigern können und diese dann auch entsprechende Wirkung entfalten.

Eine wesentliche persönliche Veränderung durch die Pandemie war die fortwährende Arbeit im Homeoffice, was ja glücklicherweise in meiner Branche ohne Probleme möglich ist. Das letzte Mal im Büro war ich im Oktober und im Sommer auch nur sehr vereinzelte Tage. Technisch klappt das dank schneller Internetverbindung und Werkzeuge wie MS Teams und Slack soweit ganz gut und macht in der Kommunikation mit den Kollegen aus England oder anderen Standorten zunächst keinen großen Unterschied. Allerdings fehlt der Small-Talk in der Kantine und das gemeinsame Kicker-Spiel mit den unmittelbaren Teamkollegen. Die Meetings konzentrieren sich auf das Wesentliche und für weiteren Austausch fehlt meist die Zeit bzw. einfach die Initiative. Immerhin gehört es mittlerweile zum guten Ton, die Videokamera anzuschalten und entsprechend Aufmerksamkeit zu schenken. Darüber hinaus werden einige zentral initiierte Formate ausprobiert, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und zumindest ein bisschen Serendipity zu fördern. Beispiel sind virtuelle Get-Together mit Themen außerhalb der Arbeit oder Speed Dating quer durch die Firma. Das findet auch regen Zulauf, allerdings nach meinem Eindruck nach, vorwiegend von denen, die alleine oder zu zweit zu Hause sind und eher weniger von denen, die noch eine Familie um sich haben.

Aber sind wir mit der ganzen „virtuellen“ Zusammenarbeit unter Nutzung moderner Tools nun endlich bei Enterprise 2.0 angekommen? So wie vor über 10 Jahren beschrieben? Nun denn, zum einen sind Tools wie Confluence (Wiki), Sharepoint (Fileshare) und MS Teams / Slack (Social Messaging) weit verbreitet. Offene Kommunikation findet also statt, gefühlt mehr als noch vor einigen Jahren, allerdings verliert man bei der Vielzahl an „Channels“ und „Teams“ schnell den Überblick. Oftmals ist es nicht klar, wo etwas gepostet werden soll und so wird es vorsorglich gleich an mehreren Stellen getan, was dann, z.B. bei Kommentaren schnell auseinanderläuft. Aktuell ist das alles, vor allem bei uns, vollkommen selbstorganisiert. Einen „Gärtner“ oder eine Unterstützung jenseits der technischen Bereitstellung gibt es nicht. E-Mail hat nach wie vor einen hohen Stellenwert und die wirklich wichtigen Dinge werden darüber ausgetauscht, gerne natürlich mit Anhängen. Wobei die gemeinsame Dokumentenbearbeitung, z.B. über Sharepoint, auch immer mehr zum Einsatz kommt. Zuwenig genutzt wird meines Erachtens auch die Vernetzung der Kolleginnen und Kollegen über Profile oder Activity Streams zu fördern. Hier ließen sich noch einige Potentiale der Emergenz nutzen. Neben den zweifelsohne wichtigen menschlichen Faktoren ist dabei auch das aktuelle Sammelsurium an Werkzeugen und die fehlende Interoperabilität wenig förderlich. Aber mal sehen, vielleicht bringt Corona hier auch noch einen Schub.

Schon jetzt gibt es Konzepte die Präsenzquote im Büro auch nach Aufhebung der Kontaktbeschränkungen deutlich zu reduzieren bzw. zu flexibilisieren, d.h. 2-3 Tage Office im Team und die anderen Tage zu Hause. Mal schauen, wie das dann in der Praxis gelebt wird. Schön wäre selbstverständlich, wenn dieser Zustand nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.

Sport in Corona Zeiten – Seilspringen und mehr

Vor nun mehr als 6 Jahren hatte ich einen Blogpost über meine Fitnessgeräte zu Hause sowie die zunehmende Digitalisierung der Fitnessbranche geschrieben. Seitdem ist einiges passiert. Wenige Monate später haben in Fürth drei neue Fitnessstudios aufgemacht, von denen eines (heute FitOne) mein Gefallen gefunden hat, vor allem aufgrund der günstigen Preise und der inklusiven Sauna. Besonders im Winter fehlte mir dann doch zu Hause ein wenig der Platz zum Trainieren und Sauna habe ich ja schon immer sehr geschätzt. Zwei Stunden mal in Ruhe was für sich tun, hat halt auch seinen Wert.

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Kategorien:Lebenserfahrung

Drei Jahre Kryptowährungen


Ende Mai steht mal wieder der Traditionspost hinsichtlich (meiner) Kryptowährungen an. Interessanterweise steht der Bitcoin heute auf einem ähnlichen Niveau (ca. $9.000 USD) wie vor einem Jahr. In den letzten 12 Monaten wurde die (psychologisch ach so wichtige) $10k Marke zwar mehrfach durchbrochen, aber anstatt zum Mond ging es dann über kurz oder lang doch erstmal wieder runter. Am heftigsten war der Absturz sicherlich Mitte März, als im Zuge der Corona Krise und des „deflationären Schocks“ nahezu alles (einschließlich Gold) abverkauft wurde und innerhalb eines Tages über 30% Minus zu verkraften waren. Der Glaube „Bitcoin ist ein sicherer Hafen“ wurde erheblich erschüttert, zumindest temporär. Interessanterweise ging es danach allerdings fast ebenso schnell wieder nach oben und wohl dem, der in diesen Dip nachgekauft hatte. (Ich gehörte leider nicht dazu.) Weiterlesen …

Zwölf Jahre „schaeferblick“

1. April 2020 1 Kommentar

Es ist der 1. April 2020 und der Blog hat heute sein zwölftes Jahr abgeschlossen. Schön zu sehen, dass nach wie vor pro Monat mehrere hundert Menschen den Weg hierher finden – auch wenn, zugegebenermaßen, die Anzahl an neuen Beiträgen in den vergangenen 12 Monaten eher überschaubar war. Dies lag an vielerlei Gründen, vor allem (sach-)buchtechnisch habe ich es in letzter Zeit leider nicht zu einer Zusammenfassung geschafft. Nichtsdestotrotz kann ich neben den bereits hier vorgestellten, die Bücher „Bad Blood“ von John Carreyrou, „Free Will“ von Sam Harris und „Principles“ von Ray Dalio sehr empfehlen.

Natürlich soll bei dieser Gelegenheit auch erwähnt werden, dass wir uns aktuell in einer sehr besonderen Zeit befinden. Das gesellschaftliche Leben, wie wir es bisher kannten, ist in vielen Ländern der Welt aufgrund der Corona Pandemie nahezu zum Stillstand gekommen. Aktuell stehen wir kurz davor, die Marke von weltweit 1 Millionen Infizierten zu überschreiten. Was vor wenigen Monaten noch unvorstellbar erschien, ist heute Realität: Öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten, fast alle Geschäfte, Hotels, Bars und Restaurants sind geschlossen, Büros sind leer, Betriebe stehen still und alle Veranstaltungen und Treffen (öffentlich wie privat) sind abgesagt bzw. offiziell untersagt. Die Finanzmärkte befinden sich im Crashmodus und die Politik versucht, mit riesigen Geldsummen die wirtschaftlichen Folgen abzumildern. Soziale bzw. primär physische Distanz ist das Gebot der Stunde, um die Verbreitung des Virus zu verzögern und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Derzeit kann keiner sagen, wie lange dieser Zustand noch anhalten wird und wie sich die Krise weiterentwickelt.

Glücklicherweise bin ich als Festangestellter der Informationstechnik voll „home office fähig“ und die Kinder sind bereits in einem Alter, in dem sie sich über einige Zeit selbst beschäftigen können. Sofern vermisse ich aktuell außer dem Kickerspiel mit den Kollegen, dem Fitnessstudio und der Sauna sowie noch ein paar schönen Skitouren zur besten Zeit eigentlich nicht viel. Rennradfahren oder Joggen darf man ja immerhin noch alleine und „Natur ohne Infrastruktur“ ist mir oft eh am liebsten. Somit völlig klar, dass es mir mit diesen krisenbedingten „Einschränkungen“ bessergeht als so vielen anderen. Aber natürlich kann sich dies sowohl in gesundheitlicher als auch in finanzieller Hinsicht schnell ändern, spätestens wenn die Einschläge größer werden bzw. näher kommen. Somit blicke ich, wie die meisten, mit Spannung, aber auch gewisser Unsicherheit auf die nächsten Wochen sowie die Zeit danach. Welche Auswirkungen stehen uns in nächster Zeit im weiteren wie im näheren Umfeld noch bevor? Wie wird sich unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben, unser Konsum und die Globalisierung allgemein durch diese Krise verändern? Wird unser ohnehin stark überschuldetes und fragiles Finanzsystem das überleben oder wird es zum großen Crash bis hin zur Währungsreform kommen, wie von einigen prophezeit? Wird es einen (längst überfälligen) Digitalisierungsschub in vielen Bereichen geben, was immerhin ein kleiner positiver Nebeneffekt wäre?

Keiner kann dazu derzeit definitive Antworten geben, aber sicherlich wissen wir mehr, wenn der 1. April 2021 auf dem Kalender steht. Und zwischendurch gibt es noch den einen oder anderen Blogbeitrag.

Das Timehorizon Prinzip – ein paar Buchnotizen


Das Timehorizon Prinzip, Untertitel: „Die Zeitmanagement-Hacks und Produktivitäts-Tricks der erfolgreichsten Menschen der Welt“ wurde im Frühjahr diesen Jahres von Dr. Julian Hosp veröffentlicht. Wenige Monate zuvor war er, relativ abrupt und für viele überraschend aus seiner selbstgegründeten Firma TenX ausgestiegen und befand sich mal wieder in einer Phase der beruflichen Neuorientierung – genug Zeit also, auch mal wieder ein Buch zu schreiben.

Julian Hosp schätze ich bereits seit einigen Jahren aufgrund seiner #cryptofit Videos, aber auch seinen Videos zu „Unternehmertum & Mindset“. Auch sein vorheriges Buch „Grenzenlos Erfolgreich“ hatte ich mir aus diesem Grund zu Gemüte geführt und meine Notizen hier gebloggt. Einige Tipps und Themen daraus finden sich auch Timehorizon Buch wieder. Auch diesmal habe ich mir beim Lesen einige Notizen gemacht, die ich an dieser Stelle gerne veröffentliche: Weiterlesen …

Kategorien:Bücher