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Archive for the ‘Lebenserfahrung’ Category

Ein Jahr lang Kryptowährungen

Es gibt Veränderungen persönlicher Lebensgewohnheiten, die lassen sich gut an einem gewissen Zeitpunkt festmachen. Bei mir gab es vor ziemlich genau einem Jahr eine solche Veränderung. Im Mai 2017 war ich mal wieder bei einem Nürnberger Big Data Meetup, diesmal zum Thema Blockchain und Kryptowährungen. Bis dato hatte ich diese Begriffe zwar schon mal an der einen oder anderen Stelle gehört, aber soweit keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt. Das sollte sich an bzw. nach diesem Abend grundlegend ändern.

Dank des sehr anschaulichen Vortrags wurde mir schnell klar, dass hier die Informatik (mal wieder) etwas grundlegend Neues auf die Welt gebracht hatte, dessen Potential noch lange nicht ausgeschöpft, geschweige denn absehbar ist. Zwar war das Ursprungspaper bereits im letzten Jahrzehnt veröffentlicht worden und der Bitcoin bereits seit 2009 „live“, doch waren Bekanntheit und Verbreitung bisher eher als gering anzusehen – auch wenn natürlich andererseits der Preis über die Jahre bereits einen beachtlichen Anstieg hingelegt hatte. Weiterlesen …

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Kategorien:Lebenserfahrung

Zehn Jahre „schaeferblick“

1. April 2018 1 Kommentar

1. April, Ostersonntag und Bloggeburtstag! Heute vor sage und schreibe 10 (zehn!) Jahren habe ich den „schaeferblick“-Weblog mit einem ersten Post gestartet. Es war die Zeit, des ersten iPhones und es war die Zeit, als „Web 2.0“ in aller Munde war und einige meiner Bekannten meinten: „Eigentlich müsstest Du auch einen Blog schreiben.“ So fing es also an und so sind über die Jahre 126 Beiträge entstanden. Zwar habe ich die ursprünglich anvisierte Frequenz von mindestens einem neuen Post pro Monat insbesondere in den letzten Jahren aus diversen privaten wie familiären Gründen nicht mehr halten können, aber immerhin passt ja (noch) der Schnitt über die Zeit 😉

So „lebt“ der Blog bis heute und erfreut sich nach wie vor kontinuierlicher Zugriffe. Aber darum ging es ja eigentlich nie, zumindest nie in erster Linie. Wie bereits früher erwähnt, bin ich wahrscheinlich selbst mein treuester Leser und ein Webblog ist für mich der beste und einfachste Weg, eigene Texte abzulegen, sie überall im Zugriff zu haben und sie mit Bekannten, aber auch jedem anderen Interessierten teilen zu können. Gleichzeitig ist es für mich eine gute Retrospektive, welche Themen mich über die letzten Jahre so beschäftigt haben.

Keine Ahnung, wie die Welt und dieser Blog nach weiteren zehn Jahren aussehen wird. Aber bis auf weiteres werde ich einfach so weitermachen wie bisher. Mal schauen, was die Zukunft so bringt…

Acht Jahre „Schaeferblick“

achtHappy Birthday, „Schaeferblick“! Acht Jahre ist es nun schon her, dass ich diesen Blog gestartet habe. Es freut mich sehr, dass auch in den vergangenen 12 Monaten stets ein konstantes Besucheraufkommen zu verzeichnen war und auch ältere Beiträge immer wieder in den Statistiken auftauchen. Das meiste Interesse verzeichnete im letzten Jahr sicherlich die Buchzusammenfassung des Bestsellers „Schwarmdumm“, die auch auf Twitter einiges an Echo erfahren hatte, u.a. sogar vom Autor selber. Auch für die 10-Jahres Serie habe ich weiter den Archiven gekramt und einige auch heute noch lesenswerte Texte zutage gefördert.

Apropos 10 Jahre: Heute genau vor 10 Jahren veröffentlichte Andrew McAfee seinen vielzitierten Artikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“, quasi die Urschrift aller nachfolgenden Publikationen und erste Definition des neuen Begriffs bzw. Buzzwords. Gleich im ersten Satz schreibt er „Haben wir endlich die richtigen Werkzeuge für die Wissensarbeit?“ Wie würden wir diese Frage aus heutigen Sicht beantworten? Aus technischer Sicht sicherlich ein klares „Ja“ bzw. „Ja, schon lange“. Was jedoch die Verbreitung der Tools bzw. das Wissen um die Potentiale, d.h. die praktische Umsetzung bzw. produktive Anwendung angeht, haben wir in den letzten 10 Jahren sicherlich einiges geschafft, aber sicherlich noch einen weiten Weg zu gehen. Wer den Artikel heute liest und sich bisher noch nicht weiter mit der Thematik beschäftigt hatte, könnte meinen, dass der Text erst vor kurzem erschienen ist. Beim erneuten Lesen musste ich wieder einmal feststellen, wie viele zentrale Aspekte zu Enterprise 2.0 sich bereits in diesem 10 Jahre alten Text finden, die auch heute noch immer auf den Konferenzen und in den Diskussionsrunden von den Experten als mehr oder weniger große Erkenntnis vorgetragen werden.

Einen sehr lesenswerten Beitrag über die Entwicklungen in den letzten Jahren geben Dr. Martina Göhring und Prof. Dr. Joachim Niemeier in einer kürzlich veröffentlichten Metastudie „Arbeitswelt und Organisation im Wandel“. Darin zeigen sie nicht nur die klassischen Treiber und Ziele für Enterprise 2.0 auf, sondern auch eine Kraftfeldmatrix der Performancefaktoren, die zum Erfolg beitragen oder auch hemmend wirken können. Abschließend kommen auch die Autoren zu dem Fazit, dass, auch wenn dem Thema in den letzten Jahren kontinuierlich (zumindest in Umfragen) eine große Bedeutung beigemessen wird, es immer noch sehr viel zu tun gibt. Viel Energie der „Digitalen Transformation“ geht aktuell in die klassische IT, die Produktentwicklung oder neue Geschäftsmodelle, anstatt in die Transformation von Arbeitsprozessen, Führung und Organisationsentwicklung – prägnant formuliert: „Die Cloud ist eben einfacher zu digitalisieren als die Crowd.“

Und last but not least, konnte auch Twitter vor wenigen Tagen seinen 10. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass sendete z.B. ZDFinfo ein sehenswerte Reportage. Seit nunmehr genau 7 Jahren bin auch ich dort mal mehr oder weniger aktiv und freue mich über eine relativ konstante bis leichte steigende Zahl an Followern. Für mich ist es nach wie vor die Quelle für Serendipity, ein Strom an Nachrichten, in den ich gerne hin und wieder eintauche, ohne das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich mal für einige Zeit nicht dabei bin. In diesem Sinne, auf geht’s in Jahr Nummer neun!

10 Jahre bei XING

xing2Vor ziemlich genau 10 Jahren, Anfang Dezember 2005, habe ich mich beim Open Business Club (kurz OpenBC, heute XING) angemeldet und mein Profil erstellt. Bekannte hatten mir die Plattform empfohlen und so war es leicht, die ersten Kontakte zu knüpfen. Wahrscheinlich gehörte ich auch rein altersmäßig zur typischen OpenBC/XING-Generation, die die Plattform in den ersten Jahren bevölkert haben. Bei der Anmeldung hatte ich die 30 gerade überschritten, d.h. mit dem Internet groß geworden, abgeschlossene Ausbildung, erste Stationen auf dem Lebenslauf und somit „open for business“.

Neben dem „mal ausprobieren“ war es vor allem die Kontaktpflege, die mich zur Anmeldung motiviert hatte. Mir war klar geworden, dass die digitale Vernetzung eine neue, deutlich effizientere Art des persönlichen Adressbuchs ermöglichte: Anstatt dass jeder sein eigenes Verzeichnis mit vielen Adressen pflegt, die er ständig aktuell halten muss, ist es deutlich einfacher, nur sein eigenes Profil zu pflegen und alle Kontakte werden automatisch über Änderungen informiert, d.h. jeder greift automatisch auf die aktuellen Daten zu, wenn er die Kontaktdaten einer Person sucht. Spätestens seit der Verfügbarkeit der App fürs Smartphone ist XING damit auch mein zweites Adressbuch im Handy. Weiterlesen …

Auf der Suche nach dem NetOpFü – Teil 2

7. Juli 2015 1 Kommentar

Vorbemerkung: Den vorliegenden Text habe ich im Nachgang meiner Tätigkeit als Analyst beim Experiment „Gambling Umbrella 05“ im Juni 2005 in Rendsburg erstellt. Nachdem meine Nachbetrachtung der Vorgängerveranstaltung „Common Umbrella 2004“ für einige Begeisterung gesorgt hatte (zumindest inoffiziell), war von einigen Seiten eine Fortsetzung gewünscht worden. Wie schon 2004, ging es mir nicht darum, die durchaus positiven Ergebnisse der Veranstaltung zu verunglimpfen, gleichwohl aber in einer teilweise überspitzten und satirischen Darstellung einen Beitrag zu den „lessons learned“ liefern. Betrachtet wird die Unternehmung als Ganzes und nicht die Leistung bzw. das Verhalten einzelner Teilnehmer.

Es ist mal wieder Experiment-Zeit! Es geht mal wieder nach Norden! Die Jahreszeit ist gegenüber dem letzten Mal deutlich besser gewählt, dafür sitzen wir jetzt im Landesinneren… naja, man kann nicht alles haben, schließlich haben wir den heimischen Schreibtisch ja zum Dienst zwecks freien, konstruktiven Denkens verlassen. Diesmal ist ein ergebnisoffenes Discovery-Experiment geplant, so dass der Aufmarsch an Truppe und Gerät deutlich geringer ausfällt. 20 Organisatoren und 28 mehr oder weniger experimentierfreudige Experten aus allen TSK wagen einen „ersten Versuch“. Ziel ist es, sich in den nächsten fünf Tagen schwerpunktmäßig mit den „Konzeptionellen Gedanken zur Ausgestaltung des Gemeinsamen Rollenorientierten Einsatzlagebildes (GREL) zwecks Inititalisierung der Arbeiten auf dem Konzeptentwicklungspfad bei der Experimentübung Common Umbrella 05“ zu befassen. Gerüchteweise sollen hier angesichts des Titels einigen Experten schon erste Bedenken gekommen sein, was man da wohl mit ihnen vor hat bzw. was während dieser Woche von ihnen verlangt werden wird. Doch versprach ein Blick auf den befohlenen Anzug (Dienstanzug, kurzes Hemd), dass es so schlimm schon nicht werden konnte (obwohl einige Kameraden der erdverbundenen Fraktion dies gerüchteweise genau umgekehrt interpretiert haben sollen).

Los ging es mit einer eintägigen „Input-Phase“, d.h. einem Crash-Kurs zu Transformation, CD&E und dem aktuellen Stand GREL sowie einem spielerischen Einblick in die „Basics“ der Vernetzten Operationsführung. Entgegen der Hoffnung mancher Teilnehmer konnte dies allerdings die mangelnde Auseinandersetzung mit der Materie im Vorfeld (z.B. Lesen des Konzepts) nur unzureichend ausgleichen (wobei hier der Grund weniger im fehlenden Intellekt als in der Komplexität und dem Umfang des Stoffes an sich zu suchen ist). Auch der Plan, dies in den verbleibenden Abendstunden nachzuholen – bevor am nächsten Tag eigener Output gefordert war – scheiterte leider am zeitlichen Konflikt mit dem „Icebreaker“. Naja, alles halb so wild, der Leistungs- und Erfolgsdruck der Veranstaltung hält sich eh in Grenzen, ist ja schließlich alles ergebnisoffen. Weiterlesen …

Sieben Jahre „schaeferblick“

siebenEs steht einmal mehr der traditionelle Geburtstagsblogpost an: Sieben Jahre ist es nun schon her, dass ich diesen Blog gestartet habe und seitdem mehr oder weniger regelmäßig mit neuen Beiträgen bestücke. Auch wenn ich in den letzten 12 Monaten meine persönliche Zielsetzung von mindestens einem neuen Post pro Monat nicht immer erreicht habe, darf ich mich doch nach wie vor über einen beständigen Besucherstrom von durchschnittlich über 400 Zugriffen im Monat freuen. Ein gutes Viertel davon entfiel auf die Sprüche und Zitate Seite, der kleine Blog im Blog, der wohl mittlerweile gerne von den Suchmaschinen gefunden wird. Auch die im letzten Geburtstagspost angekündigte 10 Jahres Serie ist mittlerweile angelaufen und es werden in den nächsten Monaten weitere Beiträge hierzu folgen. Weiterlesen …

Fitnesstraining in modernen digitalen Zeiten: Frei und Vernetzt

23. Juli 2014 2 Kommentare

Mein Gerätepark

Mein Gerätepark für den Hausgebrauch

Vor einigen Monaten hatte ich in einem Blogpost mein selbstgebautes Fitnessgerät vorgestellt und dabei auch von meiner Abkehr von meiner langjährigen Fitnessstudiomitgliedschaft berichtet. Bis heute vermisse ich das Studio und seine Gerätevielfalt in keinster Weise, wenngleich ich den eigenen Gerätepark mittlerweile noch um einen Schlingentrainer, eine Kettlebell sowie ein Wackelbrett erweitert habe (in Summe ca. 120 Euro, siehe Bild). Damit bieten sich zahlreiche abwechslungsreiche und vielseitige Trainingsmöglichkeiten, wahlweise im Freien oder auch im Keller.

Wie in vielen Medien berichtet (z.B. Spiegel, Fit for Fun oder hier) liege ich so anscheinend genau im aktuellen Trend des Functional Trainings: Anstatt isoliert einzelne Muskeln an entsprechenden Geräten zu trainieren, bestehen die meisten Übungen hier aus komplexen Bewegungsabläufen, die zeitgleich zahlreiche Muskelgruppen sowie Koordination fordern. Das Training ist damit zum einen funktional bzw. effektiv (im Sinne meiner Ziele), da es primär die allgemeine Fitness für typische Alltagssituationen steigert. Zum anderen ist es sehr effizient, da bereits 30 bis 45 Minuten für eine Session völlig ausreichen und zudem keine Reisezeiten (sowie weitere Kosten) anfallen. Beides kann ich aus eigener Erfahrung voll bestätigen. Weiterlesen …