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Archive for the ‘Fundstücke’ Category

Mark Zuckerberg im Gespräch mit Yuval Noah Harari

Mark Zuckerberg, Gründer und Chef von Facebook, hat sich dieses Jahr vorgenommen, mit einer Reihe von bekannten Personen öffentlich über die großen Fragen unserer Zeit zu diskutieren. Themen sind vor allem die Zukunft des Internets und die Auswirkungen neuer Technologien auf unsere Gesellschaft. Vor einigen Tagen erschien auf Youtube das Interview mit Yuval Noah Harari, den ich ja bereits aufgrund seiner Bücher sehr schätze.

Wer sich die gut 90 Minuten anhört, wird feststellen, dass Mark Zuckerberg zwar am meisten redet, aber insgesamt am wenigsten sagt. Auch schien es mir, dass er nicht immer den zugegebenermaßen teils sehr futuristischen Thesen von Harari folgen konnte. So gab es während des Gesprächs auch keine grundlegend neuen Erkenntnisse oder überraschenden Antworten. Von Zuckerberg ist mir lediglich die Aussage in Erinnerung geblieben, dass Menschen am wirkungsvollsten von Falschinformationen oder extremen Aussagen abgebracht werden können, indem man ihnen eine Vielzahl von abgestuften Aussagen vorlegt, aus denen sie wählen können — sicherlich leichter gesagt, als getan, aber immerhin ein Ansatz.

Harari hingegen hat wie üblich seine, teilweise schon aus seinen Büchern bekannten Aussagen und Fragen sehr klar formuliert, so dass ich einige an dieser Stelle in loser Reihenfolge gerne notieren möchte: Weiterlesen …

Fallstudie: Mehr Features = weniger Nutzer

Vor einigen Jahren hatte ich in einem Blogpost über die zunehmende Nutzung verschiedener Internetplattformen für den Austausch aktueller Erfahrungen und Bedingungen bei Bergtouren berichtet. Besonders im Fokus standen dabei die „Gipfelkonferenz“ auf tourentipp.de sowie die damals noch recht junge Webseite www.alpine-auskunft.de, die mit offizieller Unterstützung des Alpenvereins betrieben wird und so schnell regen Zulauf gefunden hat.

alpauskunft_listeIn den letzten Monaten hat sich hier eine meines Erachtens interessante Entwicklung ergeben, die sicherlich recht typisch für so manche Online Community steht. Alpine-Auskunft.de war gestartet als „offenes Portal für aktuelle Tourenbedingungen“ und damals, sei es bewusst oder aus Ressourcengründen, sehr einfach und schlicht gehalten. Jeder kann dort auch ohne vorherige Registrierung ganz schnell und einfach seine letzten Bergerlebnisse veröffentlichen, wofür nur ein HTML Formular ausgefüllt werden musste und sofort war die Tour online. Die Kopfzeilen der Beiträge wurden einfach und übersichtlich direkt auf der Startseite rein textuell in chronologischer Reihenfolge untereinander aufgelistet und bei Interesse öffnete sich mit einem Klick eine weitere Seite mit den Details und ggf. Bildern bzw. GPS-Tracks. Weiterlesen …

E-Mail im Unternehmen – Ein weiterer Ansatzpunkt für Enterprise 2.0

26. August 2012 9 Kommentare

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich einen Blogpost über das Intranet als idealen Ansatzpunkt auf dem Weg zum „Enterprise 2.0“ geschrieben. Ein wesentliches Argument dabei: Die meisten Unternehmen betreiben bereits ein internes Netz von Webseiten, allerdings bleibt die tatsächliche Nutzung nicht selten weit hinter den Erwartungen zurück. Hier gibt es also konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen, um die ohnehin aufgewendeten Mittel besser zu nutzen.

Ähnlich verhält es sich mit der E-Mailkommunikation, die heute in fast allen Unternehmen verbreitet ist. Zweifelsohne haben E-Mails den Nachrichtenaustausch in Organisationen und darüber hinaus erheblich vereinfacht, beschleunigt und natürlich auch vergrößert. So können zum einen auf einfache und schnelle Weise mehr Kollegen informiert bzw. erreicht werden. Zum anderen allerdings hat sich die generierte E-Mailflut zunehmend auch als Belastung und Zeitfresser entwickelt. Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie von McKinsey verbringen „interaction worker“ mittlerweile im Schnitt ca. 28% ihrer Arbeitszeit mit dem Lesen und Antworten von E-Mails. (Einschließlich der Suche nach Informationen und der sonstigen internen Kommunikation summiert sich der Aufwand sogar auf 60%.) Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Aufwand dezentral bei jedem einzelnen anfällt und damit den meisten Unternehmen bisher kaum auffällt, geschweige denn zentral irgendwo erfasst wird. Nicht selten aber drückt dies erheblich auf die Produktivität und Arbeitsmotivation. Weiterlesen …

Ist Enterprise 2.0 nun ganz oben angekommen?

11. Januar 2012 4 Kommentare

Wer in letzter Zeit die Artikel zum Themenkomplex Enterprise 2.0 / Social Business verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass mehr und mehr das Topmanagement der Unternehmen in den Fokus rückt. Eine große Resonanz auf Twitter erfuhr beispielsweise “Social Media For The Enterprise: A CEO’s Best Friend“ auf Forbes. Ganz im Sinne eines CEO schafft Social Software das aus kleinen Firmen bekannte Gefühl, dass alle Mitarbeiter in einem Raum zusammenarbeiten und sich die Mitarbeiter gut vernetzen, was sich letztendlich auch auf die Innovationsfähigkeit des Unternehmens auswirkt. Hierdurch wird es auch möglich, verborgene Talente zu nutzen, insbesondere jenseits der eigentlichen Position im Unternehmen. Ferner kann sich der CEO durch Social Media aktueller und direkter über seine Mitarbeiter informieren und so z.B. den Besuch einer entfernten Niederlassung viel persönlicher gestalten. Weiterlesen …

Zur Social Media Schelmexpertendebatte…Wichtigkeit vor Dringlichkeit

Letzte Woche sorgte mal wieder ein FAZ-Artikel für Aufsehen in der Social Media Szene. Gerügt bzw. als Schelme tituliert wurden darin insbesondere dessen glühende Verfechter, die selbsternannten Evangelisten und Experten, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich (und durchaus lukrativ) das Wissen um den Fortschritt im Internet für sich proklamieren. Dank ständig neuer Social Media Anwendungen (Blogs, Second Life, Twitter, Foursquare etc.) gelingt es ihnen eins ums andere, die Normalsterblichen – und insbesondere zahlungsbereite Unternehmen – unter Zugzwang setzen, um ja nicht den Anschluss zu verpassen und auf ewig abgeschlagen in der „alten Welt“ zur Bedeutungslosigkeit zu verkommen. Da ist sicherlich was Wahres dran und ich bin mir sicher, dass der Beitrag manches willkommenes Wasser auf die Mühlen derer spült, die von dem ganzen Social Media Hype eh noch nie was gehalten haben.
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