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Archive for the ‘Fundstücke’ Category

Fallstudie: Mehr Features = weniger Nutzer

Vor einigen Jahren hatte ich in einem Blogpost über die zunehmende Nutzung verschiedener Internetplattformen für den Austausch aktueller Erfahrungen und Bedingungen bei Bergtouren berichtet. Besonders im Fokus standen dabei die „Gipfelkonferenz“ auf tourentipp.de sowie die damals noch recht junge Webseite www.alpine-auskunft.de, die mit offizieller Unterstützung des Alpenvereins betrieben wird und so schnell regen Zulauf gefunden hat.

alpauskunft_listeIn den letzten Monaten hat sich hier eine meines Erachtens interessante Entwicklung ergeben, die sicherlich recht typisch für so manche Online Community steht. Alpine-Auskunft.de war gestartet als „offenes Portal für aktuelle Tourenbedingungen“ und damals, sei es bewusst oder aus Ressourcengründen, sehr einfach und schlicht gehalten. Jeder kann dort auch ohne vorherige Registrierung ganz schnell und einfach seine letzten Bergerlebnisse veröffentlichen, wofür nur ein HTML Formular ausgefüllt werden musste und sofort war die Tour online. Die Kopfzeilen der Beiträge wurden einfach und übersichtlich direkt auf der Startseite rein textuell in chronologischer Reihenfolge untereinander aufgelistet und bei Interesse öffnete sich mit einem Klick eine weitere Seite mit den Details und ggf. Bildern bzw. GPS-Tracks. Weiterlesen …

E-Mail im Unternehmen – Ein weiterer Ansatzpunkt für Enterprise 2.0

26. August 2012 9 Kommentare

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich einen Blogpost über das Intranet als idealen Ansatzpunkt auf dem Weg zum „Enterprise 2.0“ geschrieben. Ein wesentliches Argument dabei: Die meisten Unternehmen betreiben bereits ein internes Netz von Webseiten, allerdings bleibt die tatsächliche Nutzung nicht selten weit hinter den Erwartungen zurück. Hier gibt es also konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen, um die ohnehin aufgewendeten Mittel besser zu nutzen.

Ähnlich verhält es sich mit der E-Mailkommunikation, die heute in fast allen Unternehmen verbreitet ist. Zweifelsohne haben E-Mails den Nachrichtenaustausch in Organisationen und darüber hinaus erheblich vereinfacht, beschleunigt und natürlich auch vergrößert. So können zum einen auf einfache und schnelle Weise mehr Kollegen informiert bzw. erreicht werden. Zum anderen allerdings hat sich die generierte E-Mailflut zunehmend auch als Belastung und Zeitfresser entwickelt. Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie von McKinsey verbringen „interaction worker“ mittlerweile im Schnitt ca. 28% ihrer Arbeitszeit mit dem Lesen und Antworten von E-Mails. (Einschließlich der Suche nach Informationen und der sonstigen internen Kommunikation summiert sich der Aufwand sogar auf 60%.) Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Aufwand dezentral bei jedem einzelnen anfällt und damit den meisten Unternehmen bisher kaum auffällt, geschweige denn zentral irgendwo erfasst wird. Nicht selten aber drückt dies erheblich auf die Produktivität und Arbeitsmotivation. Weiterlesen …

Ist Enterprise 2.0 nun ganz oben angekommen?

11. Januar 2012 4 Kommentare

Wer in letzter Zeit die Artikel zum Themenkomplex Enterprise 2.0 / Social Business verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass mehr und mehr das Topmanagement der Unternehmen in den Fokus rückt. Eine große Resonanz auf Twitter erfuhr beispielsweise “Social Media For The Enterprise: A CEO’s Best Friend“ auf Forbes. Ganz im Sinne eines CEO schafft Social Software das aus kleinen Firmen bekannte Gefühl, dass alle Mitarbeiter in einem Raum zusammenarbeiten und sich die Mitarbeiter gut vernetzen, was sich letztendlich auch auf die Innovationsfähigkeit des Unternehmens auswirkt. Hierdurch wird es auch möglich, verborgene Talente zu nutzen, insbesondere jenseits der eigentlichen Position im Unternehmen. Ferner kann sich der CEO durch Social Media aktueller und direkter über seine Mitarbeiter informieren und so z.B. den Besuch einer entfernten Niederlassung viel persönlicher gestalten. Weiterlesen …

Zur Social Media Schelmexpertendebatte…Wichtigkeit vor Dringlichkeit

Letzte Woche sorgte mal wieder ein FAZ-Artikel für Aufsehen in der Social Media Szene. Gerügt bzw. als Schelme tituliert wurden darin insbesondere dessen glühende Verfechter, die selbsternannten Evangelisten und Experten, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich (und durchaus lukrativ) das Wissen um den Fortschritt im Internet für sich proklamieren. Dank ständig neuer Social Media Anwendungen (Blogs, Second Life, Twitter, Foursquare etc.) gelingt es ihnen eins ums andere, die Normalsterblichen – und insbesondere zahlungsbereite Unternehmen – unter Zugzwang setzen, um ja nicht den Anschluss zu verpassen und auf ewig abgeschlagen in der „alten Welt“ zur Bedeutungslosigkeit zu verkommen. Da ist sicherlich was Wahres dran und ich bin mir sicher, dass der Beitrag manches willkommenes Wasser auf die Mühlen derer spült, die von dem ganzen Social Media Hype eh noch nie was gehalten haben.
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Fehlerhafte Listendarstellung im WordPress??

27. Juli 2009 3 Kommentare

Dies ist eigentlich kein Inhaltsbeitrag, sondern nur die Veröffentlichung eines Problems, dass ich mit der Listen-Darstellung in meinem Blog habe. Wenn jemand hier was weiss, freue ich mich über einen Kommentar.

So sieht das HTML ( < statt [ ) aus:

[ol>
[li>Ebene 1
[ul>
[li>Ebene 2[/li>
[li>Ebene 2[/li>
[/ul>
[/li>
[li>Ebene 1[/li>
[/ol>

Und so die Darstellung im Browser 😦

  1. Ebene 1
    • Ebene 2
    • Ebene 2
  2. Ebene 1

Gerne würde ich die Zahlen auf der zweiten Ebene entfernen….

Kategorien:Fundstücke

Wahlplakate, leicht verändert

4. Juni 2009 1 Kommentar

Nein, dieser Blog ist nicht politisch und hat auch keine Bestrebungen es zu werden. Aber am nächsten Sonntag ist bekanntlich Europawahl und seit einigen Wochen zieren wieder eine Vielzahl von Wahlplakaten mit diversen Köpfen unsere Straßen. „Verschönerungen“ mit Filzstift wie Schnurbart, Augenklappe oder Zahnausfall ja schon ein alter Hut. Aufgefallen ist mir jedoch ein Plakat des Kandidaten der CSU, dessen „dezente Veränderung“ so manchem sicherlich erst auf den zweiten Blick auffällt (Hinweis: Finden Sie zwei Fehler ;)). In Zeiten ständig mitgeführter Fotografiekompetenz habe ich es gleich mal digital festgehalten und hier unter „Fundstücke“ einsortiert.

posselt

Kategorien:Fundstücke

Generierte Unternehmensprofile bei XING

„Die Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital eines Unternehmens“ – dieser Aussage ist nicht neu und in Zeiten wissensintensiver Arbeitsprozesse wichtiger denn je. Doch wer sind diese Mitarbeiter? Wo kommen sie her, was haben sie für Interessen, auch neben dem eigentlichen Job? Bisher beschränkte sich diese Informationen wohl höchstens auf die Personalabteilung eines Unternehmens oder eben den eigenen Freundes- bzw. Kollegenkreis.

In Zeiten des Web 2.0 bieten sich neue Möglichkeiten und so bietet das Businessnetzwerk XING seit einigen Wochen Profile zu den Unternehmen seiner Mitglieder. Die Daten werden jedoch nicht etwa zentral über die PR-Abteilung einer Firma gepflegt, sondern automatisch „bottom up“ aus den Mitarbeiterprofilen generiert. Neben quantitativen Daten wie Altersspanne und Durchschnitt, Dauer der Firmenzugehörigkeit und Karrierelevel werden insbesondere auch Qualifikationen der Mitarbeiter angegeben, die sich aus den (vermutlich meist genannten) „Ich biete“ Einträgen bestimmen. Einziges kleines Manko: Unterschiedliche Schreibweisen einer Firma führen zu unterschiedlichen Unternehmen, hier wäre z.B. eine Synonymeliste oder die Identifikation über die Firmenwebseite angebracht. Nun denn, ich habe das mal an einigen ausgewählten Firmen ausprobiert:

Die Mitarbeiter meiner aktuellen Firma, Capgemini sd&m AG, sind im Schnitt 34 Jahre alt und bieten die klassischen Informatikerthemen: „Software Engineering, IT-Beratung, JEE, Softwarearchitektur, UML, Hibernate, IT-Architektur, J2EE, SOA, Anforderungsanalyse, Eclipse, OOD, JSP, Java, Spring“. Da kommen wir her und das können wir auch gut.

Vergleicht man dies mit einem Mitbewerber, z.B. Accenture, liegt der hier der Schnitt bei 32 Jahren und das Angebot wir entsprechend breiter: „Finance & Performance Management, Technical Architecture, Application Outsourcing, Karrieremöglichkeiten, Human Performance, IT Transformation, Technische Architektur, Enterprise Performance Management, Custom Development, Systems Integration, Karriere, SAP EC-CS, Post Merger Integration, Process Design, Programm Management“.

Gehen wir noch einen Schritt weiter und schauen auf McKinsey, so liegt der Altersschnitt bei 31 Jahren und über 50% sind weniger als 3 Jahre dabei. Angeboten werden hier „Motivation, Kreativität, Consulting, Organisationstalent, Flexibilität, Teamfähigkeit, Projektmanagement, Marketing, Auslandserfahrung, Engagement, Project Management, Beratung, Ideen, Organisation, Kontakte“. Klassische Unternehmensberatung halt.

Last but not least, noch einen Blick auf meine alte Firma, die Bundeswehr, hier sind immerhin weit über 3000 Kameraden auf XING vertreten, mit einem Schnitt von 30 Jahren und fast 60% mit über 5 Jahren Firmenzugehörigkeit. Angeboten werden: „Einsatzerfahrung, Menschenführung, Führungsfähigkeit, Führungserfahrung, Entscheidungsfreude, Führungskompetenz, Durchsetzungsfähigkeit, Erfahrung in der Personalführung, Durchsetzungsvermögen, soziale Kompetenz, Univ., Disziplin, interkulturelle Kompetenz, Loyalität, Mobilität“. (Es gibt übrigens auch Einträge zu „Bundeswehr, Luftwaffe“, hier finden sich dann u.a. auch „Teamfähigkeit, Kreativität, Motivation, Flexibilität, Kontakte, Projektmanagement, Engagement, Marketing“ 😉 )

Weitere Interpretationen überlasse ich hier mal dem Leser und bin mir sicher, dass diese neuen Funktionalität, noch so einige Erkenntnisse zu Tage fördern wird. Spontan kam mir beispielsweise die Idee, ob man nicht an Hand der Divergenz zwischen dem tatsächlichem Altersschnitt und dem XING-generierten eine Art „Geek-Faktor“ einer Firma bestimmen könnte ;).

Neben den aggregierten Daten kann man übrigens auch direkt durch die Datengrundlage, d.h. die Profile der Mitarbeiter der Firma „surfen“. Diese Funktion erweist sich zudem hilfreich bei der Jobsuche. So lässt sich leicht (zumindest stichprobenartig) ein Eindruck über potentielle neue Kollegen erlangen. Irgendwo hat ich ja mal gelesen, dass es für die meisten Leute wichtiger ist, mit wem sie arbeiten als für wen. Und wer weiß, vielleicht findet sich ja darunter auch ein Mitarbeiter, den man über wenige Ecken kennt. Es lebe die neue Transparenz dank Web 2.0…