Ist Enterprise 2.0 nun ganz oben angekommen?
Wer in letzter Zeit die Artikel zum Themenkomplex Enterprise 2.0 / Social Business verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass mehr und mehr das Topmanagement der Unternehmen in den Fokus rückt. Eine große Resonanz auf Twitter erfuhr beispielsweise “Social Media For The Enterprise: A CEO’s Best Friend“ auf Forbes. Ganz im Sinne eines CEO schafft Social Software das aus kleinen Firmen bekannte Gefühl, dass alle Mitarbeiter in einem Raum zusammenarbeiten und sich die Mitarbeiter gut vernetzen, was sich letztendlich auch auf die Innovationsfähigkeit des Unternehmens auswirkt. Hierdurch wird es auch möglich, verborgene Talente zu nutzen, insbesondere jenseits der eigentlichen Position im Unternehmen. Ferner kann sich der CEO durch Social Media aktueller und direkter über seine Mitarbeiter informieren und so z.B. den Besuch einer entfernten Niederlassung viel persönlicher gestalten. Weiterlesen…
Interview zu Enterprise 2.0
Vor ca. 1 Woche erschien mein „Experten-Interview“ zu Enterprise 2.0 auf dem enterprise 2.0 blog. Ich veröffentliche es hier als Crosspost.
1.) What is your name?
Sebastian Schäfer
2.) Who are you and what are you doing?
With a background in computer science I work as consultant for Business Information Management at Capgemini in Munich. In addition, driven by personal interest and belief, I am doing research on Enterprise 2.0 with the Cooperation Systems Center Munich (CSCM) and I regularly write about related topics on my blog (http://schaeferblick.wordpress.com/, mainly in German).
3.) How did you get to the E2.0 topic?
Plattformen zur offenen Kommunikation im Unternehmen, Beispiel Tibbr

„Knowledge is moving from stocks to flows.“ Dieses Statement, entnommen aus dem sehr lesenswerten Buch „The Power of Pull“, unterstreicht das zunehmende Interesse von Firmen und Organisationen an Microblogginglösungen. Nachdem sich Wikis als Vertreter der Web 2.0- Werkzeuge schon für diverse Anwendungsfälle der geschäftlichen Zusammenarbeit etabliert haben, ermöglicht Microblogging einen dynamischen und transparenten Nachrichtenaustausch innerhalb von Projektteams, oder auch über Abteilungs- bzw. Hierarchiegrenzen hinweg. Es bietet dabei eine gute Basis für Open Communication, Emergence und Serendipity und erweist sich häufig als deutlich effizientere und nachhaltigere Alternative zur klassischen Emailkommunikation.
Neben Lösungsanbietern wie Yammer oder Communote durfte ich vor einigen Tagen im Rahmen einer persönlichen Vorführung einen Einblick in Tibco’s Tibbr gewinnen. Bisher war mir Tibco eher im Kontext Service Orientierter Architekturen (SOA) ein Begriff. In gewisser Weise vollzieht das Unternehmen mit Tibbr einen nächsten logischen Schritt von der Integration der Systeme hin zur Integration der Mitarbeiter. Einige sehen hier sogar das neue „Betriebssystem für Unternehmen“. Weiterlesen…
Google+ Circles: Social Media mit mehr Kontrolle auf der Senderseite
Soziale Medien wie Blogs, Microblogs, Wikis und Foren zeichnen sich insbesondere durch einen Paradigmenwechsel in der Informationsverteilung aus. Anstatt gezielt Empfänger zu adressieren bzw. adressieren zu müssen (wie z.B. bei E-Mail), findet die Informationsverteilung, und damit auch die Kommunikation, über mehr oder weniger öffentlichen Plattformen statt. Hier kann und muss der Empfänger selbst auswählen, welche Informationen er konsumiert bzw. welche er filtert (vgl. Push vs. Pull oder Filtersouveränität). Dieses Konzept ist nicht grundsätzlich neu (Zeitung, Schwarzes Brett etc.), allerdings steht es heute jedem im Internet auch als Autor quasi kostenlos mit weltweiter Reichweite zur Verfügung.
Zur Automatisierung ermöglichen entsprechende Funktionen, interessanten Personen oder Themen zu “folgen” und sich so personalisierte Nachrichtenströme zusammenzustellen. In der Regel sind diese Beziehungen asymmetrisch und ohne Einwilligung des Senders möglich, z.B. durch ein Follow bei Twitter oder durch Abonnement eines RSS-Feeds bzw. setzen von Google-Alerts. Weiterlesen…
Ansatzpunkt für Enterprise 2.0: Ein „soziales“ Intranet
Bekanntlich finden Verbesserungsvorschläge in einem Unternehmen am ehesten Gehör, wenn sie zu spürbaren Kosteneinsparungen bzw. Effizienzsteigerungen führen oder aber konkrete Missstände adressieren. Zahlreichen Enterprise 2.0 Initiativen bzw. Idealisten mangelte es genau daran. Das Intranet, das heutzutage in fast jedem Unternehmen in der einen oder anderen Form vorhanden ist, bietet hier einen idealen Ansatzpunkt. Der Betrieb verursacht Kosten, d.h. ist budgetiert und damit auch mit Zielen hinterlegt, wie z.B. zentrale und aktuelle Informationsplattform der Mitarbeiter, Finden der richtigen Ansprechpartner, Förderung der projektübergreifenden Vernetzung etc. Die Erreichung dieser Ziele lässt sich am status quo kritisch hinterfragen und damit Ansatzpunkte für den Einsatz von „sozialen Technologien“ identifizieren.
Auf die altbekannte Frage „Wo finden Sie als Mitarbeiter einfacher Informationen über ihr Unternehmen bzw. für Ihre Arbeit: Über die interne Suche im Intranet oder im Internet über Google?“, lautet die Antwort in zahlreichen Unternehmen wohl immer noch die gleiche. Natürlich sind die Ursachen dafür zum einen struktureller Natur. Weiterlesen…