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Sechs Jahre “schaeferblick”

sechsDer Frühling ist da und im Gegensatz zum letzten Jahr scheint sich dieses Mal auch das Wetter daran zu halten. Damit steht nun nicht nur wieder die Steuererklärung an, sondern auch ein weiteres Jahresjubiläum dieses Blogs. Am 1. April vor sechs Jahren gestartet, habe ich kürzlich meinen 100. Artikel veröffentlicht und freue mich über mehr als doppelt so viele Kommentare bzw. Trackbacks. Zudem ist die Sprüche & Zitate Seite, eigentlich ein kleiner Blog im Blog, mittlerweile auf 118 Einträge gewachsen. Verglichen mit den vorhergehenden Jahren war meine Veröffentlichungshäufigkeit in den letzten 12 Monaten zwar nicht ganz so groß, doch darf ich mich nach wie vor über eine beständige Anzahl von 400 – 500 Zugriffen pro Monat freuen. Insbesondere alte Klassiker, wie z.B. Push vs. Pull in der Informationsverteilung – eine Definitionsfrage? oder Groundswell – Die Dünung in den sozialen Medien, werden anscheinend immer wieder aufgerufen bzw. „gefunden“.

Rückblickend auf die letzten 12 Monate stoßen die Themen Enterprise 2.0 bzw. Social Collaboration, die inhaltliche Hauptausrichtung dieses Blogs, nach wie vor auf großes bzw. zunehmendes Interesse, wie z.B. die Social Business Arena auf der CeBit oder der Enterprise 2.0 Summit zeigt. Mehr und mehr Unternehmen berichten über ihre Anstrengungen, Herausforderungen sowie natürlich auch Erfolge. In der diesjährigen Ausgabe der IT Trends Studie von Capgemini gaben 58,2 Prozent der Befragten an, Enterprise Collaboration Projekte zu planen bzw. aktuell umzusetzen und setzten das Thema damit auf Platz 1 der Liste.

Allerdings zeigen repräsentative Studien, wie sehr wir eigentlich immer noch am Anfang der Entwicklung stehen, insbesondere was die nachhaltige und umfassende Nutzung in einer Organisation betrifft. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Integration in die tägliche Arbeit, und gut auf den Punkt bringt das der kürzlich erschienene Beitrag „Bei Social geht’s ums Business“. Diese Erkenntnis stand eigentlich schon vor so einigen Jahren auf den Folien, doch verdeutlichen die vergleichsweise geringen Fortschritte seither, welche Herausforderungen es bei der praktischen Umsetzung zu bewältigen gibt. Nicht zuletzt, und ja man muss es immer wieder sagen, da es sich bei Enterprise 2.0 nicht nur um ein Technologiethema handelt und die wahren (und oft unterschätzten) Herausforderungen in der Kultur und den Prozessen liegen. Daher bleibe ich bei meiner Aussage, dass von den vier „Kräften“, die aktuell die (Unternehmens-) IT treiben, „Social“ die anspruchsvollste ist.

So verwundert es auch nicht, dass es nach übereinstimmenden Aussagen mir bekannter Beobachter auf der Cebit in Sachen Enterprise 2.0 eigentlich „nichts wesentliches Neues“ gab, insbesondere aus technologischer Sicht und für Leute, die sich schon eine Weile mit dem Thema beschäftigen. Trotzdem lohnt es sich sicher, den einen oder anderen #cebitsba-Beitrag auf Youtube nachzuschauen. Spannend fand ich hier besonders die Ankündigung von IBM, zunehmend künstliche Intelligenz (Watson) einzusetzen, um den Knowledge Worker bei seiner täglichen Arbeit zu unterstützen, indem z.B. Informationsobjekte (weitgehend) automatisiert in größeren Kontext eingebettet werden. Zudem sehe ich als nächsten großen Schritt die Standardisierung von Protokollen zum anwendungsübergreifenden Austausch sozialer Aktivitäten, damit nicht immer nur E-Mail als kleinster gemeinsamer Nenner zum universalen digitalen Informationsaustausch bleibt.

WikiServiceAls bemerkenswerte Erfolgsgeschichte hat es mich zudem sehr gefreut, dass das Vorhaben „Wiki Service Bw“ Beginn letzten Jahres in den bundeswehrweiten Produktivbetrieb überführt wurde. Von den ersten Ideen und Konzepten, an denen ich auch selbst beteiligt war (siehe auch früheren Beitrag), sind damit gut acht Jahre vergangen. Die dabei durchlebte Geschichte wurde von den aktuellen Federführern in einem internen Bericht in Buchform dokumentiert, der vor wenigen Wochen herausgegeben wurde. In über 30 Einzelbeiträgen schildern die einzelnen Beteiligten der unterschiedlichen Phasen des Vorhabens aus ihrer Sicht ausführlich die damaligen Herausforderungen und verfolgten Lösungsansätze.

Zusammenfassend stehen für mich über all dem zwei Faktoren, die maßgeblich dazu beigetragen haben, um solch ein umfassendes Vorhaben in einer großen Organisation wie der Bundeswehr gegen zahlreiche Herausforderungen und Widerstände zum Erfolg zu führen: (1) Es gab immer ein kleines Team an überzeugten, intrinsisch motivierten Treibern, meist aus dem Kreise der Hauptleute mit IT-Background. Sie haben nicht auf Anweisung von oben gewartet und auch die ein oder andere Überstunde neben ihrem eigentlichen Job nicht gescheut. (2) Die Bundeswehr stellt mit der Methode CD&E einen offiziellen Rahmen bereit, um genau solche Vorhaben mit unklaren Erfolgsaussichten (und gegen Bedenkenträger) zunächst praktisch zu überprüfen/ zu entwickeln und zugleich mit den notwendigen finanziellen wie personellen Ressourcen zu unterfüttern.

Abschließend sei noch erwähnt, dass es nun ziemlich genau 10 Jahre her ist, dass ich angefangen habe, mich mit den Auswirkungen digitaler Vernetzung auf große Organisationen zu beschäftigen, damals insbesondere auf die Streitkräfte unter dem Titel „Vernetzte Operationsführung“. In diesem Rahmen sind auch die ersten Beiträge entstanden und als kleiner persönlicher Rückblick habe ich mir vorgenommen, die Texte als „10-Jahre Erinnerungsposts“ auf diesem Blog zu gegebener Zeit erneut zu veröffentlichen.

  1. 1. September 2016 um 21:47

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  1. 4. Dezember 2014 um 22:49

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