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ViPR im Eigenbau

ViPR Original (Quelle: FitForFun)

ViPR Original (Quelle: FitForFun)

Nach unserem Umzug befindet sich leider kein brauchbares Fitnessstudio mehr in akzeptabler Nähe (die ich so mit maximal 5 Fahrradminutenentfernung definiere). Ohnehin habe ich es dorthin in den letzten Jahren nur noch höchstens einmal pro Woche geschafft, was dann auch so eine gewisse Kosten/Nutzen Frage aufwirft. Aber irgendwas muss man(n) ja tun, um fit zu bleiben, besonders im Winter. Rennrad und Mountainbike bleiben bei mir bei unter 10 Grad Außentemperatur eher im Keller, wobei auch hier für einen Ausritt immer mindestens so 2-3 Stunden zu veranschlagen sind. Als Ganzjahresalternative lockt nun der nahe Stadtwald mit zahlreichen, gelenkfreundlichen Laufstrecken, zudem gibt es einen Trimm-Dich Pfad mit einigen Basisgeräten für alle Muskelgruppen. Doch so ganz reicht mir das irgendwie nicht, da ich hin und wieder das Gerätetraining schon vermisse.

Da habe ich mich an ein Fitnessgerät erinnert, das mir von Beginn an sehr sympathisch war: Der ViPR – im Prinzip eine einfache Gummiröhre mit Griffen (siehe Bild) – sehr simpel und zugleich sehr vielseitig. ViPR steht für Vitality, Performance and Reconditioning und im Internet steht dazu weiterhin: „Weltweit ist der ViPR das erste Trainingsgerät, mit dem sich zielgerichtete Bewegungen und funktionelle Kraftübungen in einem effektiven Ganzkörperworkout kombinieren lassen.“ Die englische Seite erklärt zudem die Urspünge: „ViPR was inspired by farm kids who moved with load in daily life and who were stronger than any other competitors in sport. With ViPR, we can produce farm-strengthened bodies anywhere, without ever setting foot on a farm, without doing a single chore, in a fun, safe and effective way.”

Der ViPR-Trend stammt also wie so vieles aus den USA, ist aber spätestens im letzten Jahr auch in Deutschland angekommen. Dank einer Gratis-Kurzmitgliedschaft bei einem Premium-Fitnessstudio im letzten Jahr durfte ich mich im Rahmen mehrerer ViPR-Kurse selbst davon überzeugen und war sehr begeistert. Da mit der ViPR immer viele Muskelgruppen zugleich beansprucht werden, verläuft das Training auch gefühlt deutlich effektiver. Nach persönlicher Erfahrung sind 30 Minuten genug, um sich ausreichend trainiert und hinreichend fertig zu fühlen. Natürlich ist ViPR nicht das Gerät, um gezielt Muskelaufbau zu betreiben, aber dies war ohnehin nie mein Ziel. Zur Unterstützung der „allgemeinen Fitness“ ist es meiner Meinung nach genau richtig.

Im Internet finden sich zahlreiche Videos mit Übungsvorschlägen, aus denen man sich ganz einfach selbst ein persönliches, variables Training zusammenstellen kann. Im Prinzip spricht also nichts dagegen, sein eigenes ViPR Training zu Hause durchzuführen, eine ausreichend große freie Fläche vorausgesetzt. Dabei gilt es allerdings ein paar Punkte zu bedenken: Eine 10 oder 12kg Version der Gummiröhren schlägt mit stolzen 220-250 Euro zu Buche. Zudem ist das Gewicht unveränderlich, d.h. wer je nach Übung und Trainingsstand variieren möchte, kommt nicht umhin, sich mehrere der Röhren anzuschaffen.

Mein ViPR aus dem Baumarkt

Mein ViPR aus dem Baumarkt

Sowohl aus finanziellen als auch aus (Lager-)Platzgründen musste hier eine do-it-yourself Alternative her, schließlich stammt die Inspiration zu diesem sterilen Modesportgerät ja auch von der eher fitnessstudiofernen Landbevölkerung (s.o.). Noch im Heimwerkerschwung des Umzugs ging es nach kurzer Überlegung in den Baumarkt und für unter 20 Euro war die Basisversion in kurzer Zeit zusammengeschraubt: 1 Kantholz (130*10*8cm), 2 verleimte Platten (20*20*3cm) und 2 Griffe. Das Gebilde wiegt zusammen etwa 5,5 Kilo und so habe ich mir noch jeweils zwei Hantelscheiben mit 2,5 bzw. 1,25 Kilo besorgt (zusammen ca. 15 Euro). Wahlweise an den Enden oder neben den Griffen angeschraubt ergeben sich damit
Variationsmöglichkeiten für 8, 10,5 oder 13 Kilo Gesamtgewicht.

Fazit: Das Teil tut, was es soll – auch wenn es sicherlich keinen Designpreis gewinnen wird. Die ersten Trainingsrunden sind mittlerweile erfolgreich absolviert, etwas Musik im Ohr schadet nicht und die Choreographie verfeinert sich mit jedem Durchgang. Klare Empfehlung für jeden, der ein einfaches, vielseitiges, effektives und zugleich kostengünstiges Trainingsgerät für den Hausgebrauch sucht.

  1. Patrick
    16. Februar 2014 um 21:07

    sehr coole Idee! Allerdings sehe ich bei zunehmender Ermüdung die Gefahr bei den Kanten….

  2. 3. Oktober 2014 um 11:57

    Echt geiles Gerät. Erinnert mich an die Geräte bei den Strongman Kraftwettbewerben. Ein ganz ähnliches Teil zum Frontdrücken. Was ich oft mach, wenn ich mal keine zeit hab ins Studio zu gehen ist ein Eigengewichtstraining. Da findest du bei Youtube ein paar richtig gute Anleitungen für dei man keine Geräte braucht, ausser einen Stuhl🙂
    Lg Thorsten

  1. 23. Juli 2014 um 12:42

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