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Seminar zu Enterprise Collaboration (Platforms)

Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass bei mir das Telefon klingelte und Management Circle anfragte, ob ich mir ein gemeinsames Seminar zum Thema „Collaboration Tools“ vorstellen könnte. Der verantwortliche Konferenz-Manager fand das Thema selbst hochspannend und war bei seinen Recherchen irgendwie auf mein Blog gestoßen. Zugegeben fühlte ich mich einerseits angesichts des renommierten Anbieters schon ein wenig geehrt, war andererseits aber auch ein wenig zögerlich, ob ich den damit verbundenen Erwartungen entsprechen kann. Schließlich konnte ich meinen Uni Kollegen Alexander Richter als weiteren Referenten gewinnen und so machten wir uns an die Ausarbeitung eines ausführlichen und aussagekräftigen Seminarflyers. Der Titel lautete damals „Effizientere Teamarbeit mit Collaboration Tools“. Doch leider waren die Mühen zunächst vergebens, da die Anmeldungen trotz der umfangreichen Werbemaßnahmen seitens Management Circle nicht die erforderliche Grenze erreichten. Eventuell mag es an der Terminwahl kurz vor Weihnachten gelegen haben, oder aber dass das Thema einfach noch nicht „reif“ genug war, d.h. zu wenige Unternehmen hier Handlungsbedarf sahen.

Anfang dieses Jahres war die Seminaridee dann wieder in den Fokus gerückt und so planten wir einen zweiten Anlauf mit Terminlegung auf Mitte/Ende Juni. Auch der Flyer wurde überarbeitet und der Titel auf Zuraten von Management Circle mit „Aufbau einer Collaboration Platform“ handlungsorientierter verfasst. Ohnehin haben mittlerweile auch andere den Weiterbildungsbedarf in diesem Themenfeld für sich entdeckt. Diesmal wurde es ernst und so haben wir im Vorfeld an die 300 Folien zusammengestellt, die sowohl die allgemein anerkannten Grundlagen als auch konkrete (anonymisierte) Beispiele aus Beratungsprojekten sowie Studien der Forschungsgruppe umfassten. Die Dokumentation füllte damit einen guten Seminarordner, schließlich galt es ja in den zwei Tagen abzüglich Pausen und einem externen Praxisvortrag insgesamt 12 Netto-Zeitstunden zu gestalten.

Letzte Woche fand sich dann eine interessierte Gruppe an Teilnehmern aus renommierten deutschsprachigen Unternehmen verschiedener Branchen und Positionen in Düsseldorf ein. Bei der obligatorischen Abfrage der Erwartungen zu Beginn standen dann insbesondere Praxisbeispiele und Best Practices, Nutzen und dessen Messung, Fördern von Motivation und Interaktion, die Einbindung externer Partner sowie firmenweite Suche im Vordergrund. Besonders erfreulich war zudem, dass alle Teilnehmer immer wieder ihre eigenen bisherigen Erfahrungen einbrachten, die vorgetragenen Inhalte kritisch hinterfragten bzw. diskutierten und sich so rasch eine angeregte und konstruktive Seminaratmosphäre entwickelte.

Los ging es dann gemäß unserer Agenda mit der Themenmotivation und den Grundlagen über mögliche Ziele und Use Cases bis hin zur Werkzeugauswahl und einem Werkzeugüberblick. Anschließend hatte wir eine kleine Live-Demo vorbereitet und dafür Communote gewählt, da hier viele Prinzipien anschaulich verdeutlicht werden können und die wesentlichen Funktionen in kurzer Zeit zu vermitteln sind. Der zweite Tag stand dann im Zeichen von „Akzeptanz und Nutzung“ mit Themen wie Herausforderungen, Erfolgsfaktoren, Veränderungen, Einführungsstrategien sowie Erfolgsmessung. Zudem konnten wir exklusiv einen ersten Einblick in die Ergebnisse der Umfrage der Forschungsgruppe Kooperationssysteme zur tatsächlichen Nutzung von Collaboration Werkzeugen im deutschsprachigen Raum geben (Veröffentlichung ca. Ende Juli). Abgerundet wurde das Seminar dann mit einem interessanten und kurzweiligen Vortrag von Markus Bentele, der als mehrfach ausgezeichneter CIO und CKO (Chief Knowledge Officer) der Rheinmetall AG wie kaum ein anderer die Ideen und Prinzipien moderner Collaboration Werkzeuge in seinem Unternehmen umsetzt und zur erfolgreichen Nutzung führt.

Rückblickend hat das Seminar sowohl unsere als auch (ersten Stimmen nach) die Erwartungen die Teilnehmer mehr als erfüllt. Die anfangs als sehr großzügig eingeschätzte Zeit wurde stellenweise sogar dank der zahlreichen sehr willkommenen Teilnehmerbeiträge etwas knapp. Hier mussten wir dann auf die Unterlagen verweisen. Eine nächste Auflage ist aktuell noch offen, aber sicher nicht ausgeschlossen.

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