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Fünf Jahre „schaeferblick“

fuenfSo, das halbe Jahrzehnt ist voll. Der „Schaeferblick Blog“ feiert die Tage sein fünfjähriges Bestehen und konnte sich auch in den vergangenen 12 Monaten über einen sehr stabilen Besucherstrom von über 6000 Aufrufen freuen. Von den neueren Artikeln fanden vor allem die Beiträge Social Software im Unternehmen – was bedeutet das für den CIO? sowie E-Mail im Unternehmen – Ein weiterer Ansatzpunkt für Enterprise 2.0 großen Zuspruch, wobei auch alte Klassiker nach wie vor gut besucht werden.

Das Schwerpunktthema des Blogs – der Einsatz von Social Software in Unternehmen und Organisationen – erfreut sich nach wie vor auch allgemein zunehmender Beliebtheit. Die diesjährige CeBit stand unter dem Leitthema Shareconomy und insbesondere auf der Teilmesse Webciety gab es wieder zahlreiche Aussteller und Diskussionsrunden rund um Social Business und Enterprise 2.0. Auch wenn ich dieses Jahr leider nicht persönlich vor Ort sein konnte, so habe hin und wieder die Events auf der Bühne im Livestream verfolgt. Zwar gab es wie zu erwarten keine grundlegend neuen Erkenntnisse, doch ist es schön zu sehen, das Themen wie spürbarer Businessmehrwert, Usability, Change Management, Nachhaltigkeit und Integration zunehmend in den Fokus rücken. Gut gefallen hat mir hier besonders der Vortrag von Frank Wolf, der darin die leidige „Es geht nicht um Technologie, sondern um Kultur.“ Aussage etwas relativiert bzw. konkretisiert hat und dabei auch auf das Collaboration Buch von Morton Hansen Bezug nimmt.

Zudem gab es in den vergangenen 12 Monaten einige sehr lesenswerte Studien und Publikationen. Allen voran das 180 Seiten Werk von McKinsey The social economy: Unlocking value and productivity through social technologies, in dem eine 25% Produktivitätssteigerung für Wissensarbeiter prognostiziert wird, sowie die Bücher Social Business by Design von Dion Hinchcliffe und The collaborative Organization von Jacob Morgan, letzterer noch nicht einmal 30 Jahre alt. Vor kurzem hat auch Bitkom das Thema aufgegriffen und eine umfangreiche Studie zu Einsatz und Potenziale von Social Business für ITK-Unternehmen veröffentlicht.

Interessant war auch zu sehen, dass in der diesjährigen IT-Trends Studie von Capgemini, in der IT-Verantwortliche von 168 Großunternehmen im deutschsprachigen Raum befragt wurden, Enterprise Collaboration als Aufsteiger des Jahres identifiziert wurde und ein Platz unter den Top 5 Trends 2013 nur knapp verfehlt hat. Das Thema scheint nun endgültig auf breiter Front in den Unternehmen angekommen zu sein. Ebenso prognostiziert Gartner, dass in den nächsten drei Jahren die Hälfte der großen Unternehmen „Facebook-ähnliche Netzwerke“ implementiert haben werden und ein Drittel die Interaktion darüber genauso wichtig erachten wird wie E-Mail oder Telefon. Allerdings warnen die Analysten auch, dass über 80% der Investitionen weit hinter den Erwartungen zurückbleiben, da nach wie vor unterschätzt wird, wie sich die Firmenorganisation wegen Social Media ändern muss (Quelle). In bin mir daher sicher, dass einige der großen (und sehr begrüßenswerten) Initiativen, die wir in den letzten Monaten gesehen haben, das „Tal der Tränen“ noch vor sich haben und es weiterer substantieller Anstrengungen bedarf, um das „Plateau der Produktivität“ zu erreichen.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass sich in diesem Jahr auch die Veröffentlichung des Buches Power to the Edge zum zehnten Male jährt. Es gehört nach wie vor zu meinen Lieblingsbüchern und in einem früheren Blogpost hatte ich bereits die wesentlichen Inhalte am Beispiel von Twelpforce ausgeführt. Es war dieses Buch, das einst, d.h. vor nunmehr gut 10 Jahren, meine Begeisterung für die Potentiale der Vernetzung, und alles was heute unter Enterprise 2.0 diskutiert wird, geweckt hat. Auch wenn sich seitdem vor allem hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit und Integrationsfähigkeit der Werkzeuge vieles weiterentwickelt hat, so sind die grundlegenden Prinzipien dort bereits beschrieben:

Power to the Edge articulates the principles being used to provide the wideband network that people will trust, populate with information, and use to share awareness, collaborate effectively, and synchronize their actions.

Das könnte so ähnlich auch auf einem Social Business Buchcover von letztem Jahr stehen, wenn vielleicht nicht ganz so abstrakt. Die Anstrengungen und Entwicklungen der vergangenen Dekade sprechen meines Erachtens aber auch für die Komplexität und Radikalität des Themas. Potentiale neuer Technologien zu erkennen ist das eine, die Entwicklung marktreifer, nutzerfreundlicher Lösungen ist oft ein viel weiterer Weg, vor allem dann, wenn zugleich noch grundlegende Prozesse oder Gewohnheiten (Stichwort Kultur) sich ändern müssen, um letztendlich den Graben zu überspringen. Es wird also auch in Zukunft nicht langweilig werden im Themenfeld Enterprise 2.0 / Social Business und so werde ich auch im sechsten Jahr diesen Blog in gewohnter Weise fortführen.

  1. 1. April 2013 um 09:20

    Also Gute, Seb. Auf die nächsten 5 Jahre.🙂

  2. 2. April 2013 um 08:41

    Herzliche Gratulation – und ich werde Deinen Blog selbverständlich auch im 6. Jahr lesen😉

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