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Mehr Engagement und Eigeninitiative durch Enterprise 2.0?

In einem kürzlich veröffentlichten Blogbeitrag zum Thema „How Enterprise 2.0 nurtures employees engagement“ greifen die Autoren Ergebnisse der Global Workforce Survey von 2007/08 auf. Demnach zeigen nur etwa ein Fünftel aller Arbeitnehmer volle Verbundenheit bzw. volles Engagement mit bzw. für ihren Job, fast 40% ordnen sich in die Gruppen teilweise bzw. vollkommene innerliche Kündigung ein. Die Studie zeigt nicht nur, wie sich mangelnde Verbundenheit negativ auf die Unternehmenszahlen auswirkt, sondern auch, dass sich viele Mitarbeiter gerne mehr engagieren würden, wenn dadurch ein klarer Mehrwert für sich persönlich als auch für die Firma erkennbar wäre. In dem Blogbeitrag zeigen die Autoren an Hande realer Beispiele, wie Ansätze aus dem Enterprise 2.0 Umfeld hier einen Beitrag hinsichtlich der Top 10 Faktoren für mehr Engagement aus der Studie leisten können — und geben damit auch eine gute Zusammenstellung konkreter Enterprise 2.0-Anwendungsfälle mit greifbarem Unternehmensmehrwert.

Mich hat der Blogbeitrag an die folgende Grafik erinnert, die ich ich bereits vor einigen Jahren aus einem Wortbeitrag bei einer Konferrenz erstellt habe und seitdem gerne als Abschlussfolie bei Enterprise 2.0 Vorträgen verwende. Sie zeigt – natürlich rein qualitativ und sehr vereinfacht – den Grad an Eigeninitiative (und damit auch persönlichem Engagement) im Verlauf eines Lebens. Während Kindheit und Ausbildung noch ein hohes Maß an Eigeninitiative ermöglichen und sogar fordern, nimmt dies im Laufe eines „normalen Arbeitnehmerdaseins“ nicht selten stark ab, insbesondere in großen Organisationen und – wie auch durch die o.g. Studie bestätigt — begründet durch fehlende Möglichkeiten, Anreize und Feedbackmechanismen. Interessanterweise, und das zeigt der hintere Teil der Kurve, entwickeln so manche ab ihrer Pensionierung wieder ein enormes Maß an Eigeninitiative, widmen sich z.B. mit enormer Leidenschaft ihrem Hobby, organisieren große Reisen oder engagieren sich sogar ehrenamtlich.

Kernaussage der Grafik wie auch des referenzierten Blogbeitrages ist es daher, dass Enterprise 2.0 Ansätze dabei helfen können, dieses brachliegende Potential schon vor der Pensionierung zu entfalten und im Sinne eines Unternehmens zu nutzen. Social Software eröffnet neue Möglichkeiten bzw. Freiheiten der Beteiligung, der Veröffentlichung eigenen Wissens bzw. Ideen, der Interaktion als auch des unmittelbaren Feedbacks — nicht nur durch Vorgesetzte, sondern vor allem auch durch Kollegen. Diese erweiterten Möglichkeiten können sich nicht zuletzt auch dann als wichtiges Spielfeld erweisen, um in einer großen Organisation Anerkennung zu erfahren und Mehrwert zu stiften, wenn man in seinem engeren Kollegenkreis / Projektteam eher einem „Tall Poppy Syndrom“ gegenübersteht. Social Software ermöglicht damit insgesamt eine deutlich engere Bindung an das eigene Unternehmen und letztendlich eine effektivere „Workforce“.

Kategorien:Vernetze Welt

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