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Reisen in Mauritius und La Réunion

Berge oder Strand?“ Wem bei dieser klassischen Urlaubsfrage die Entscheidung schwerfällt und wer auch eine Fernreise nicht scheut, der sollte mal einen Blick auf die Maskarenen, genauer Mauritius und La Réunion, werfen. Aktuell sind wir auf dem Rückweg von einer wunderbaren 2,5 Wochen Reise durch beide Inseln, die unsere Erwartungen weitaus übertroffen haben. Hier ein paar unserer Erfahrungen und Eindrücke.

Strand in MauritiusMauritius übernimmt den „Strand-Part“ und erfüllt alle Vorstellungen eines Traumstrandes mit klarem, türkisem Wasser, hellem Sand und Kokosnuss behängten Palmen. Das touristische Leben spielt sich allerdings vorwiegend in großen Hotelanlagen ab, die zweckmäßigerweise von Deutschland aus gebucht werden sollten. Zudem gibt es erhebliche „Honeymooner“-Rabatte, die so einige hundert Euros sparen und zu vertretbaren Preisen einen Hauch von Luxus mit exzellentem Service und vor allem Essen ermöglichen.

Um auch einen Blick über den Zaun der Hotelanlange zu werfen, d.h. einen Eindruck von der Insel und seinen Bewohnern zu erlangen, reichen locker 2 bis maximal 4 Tage. Hierfür empfiehlt sich ein Taxi mit Fahrer, der die (meist wenig beschilderten) Wege kennt und zugleich noch als Fremdenführer mit gutem Englisch fungiert. Preislich liegt man mit ca. 70 Euro pro Tag nicht wesentlich teurer als mit einem Mietwagen, ist allerdings deutlich flexibler ohne jegliche Formalitäten. Auch die befürchteten Pflichtbesuche im Geschäft des Onkels fanden bei uns nicht statt.

Berge in ReunionNur ca. 200km und ca. 40 Flugminuten entfernt, liegt die Insel La Réunion, ein französisches Überseedepartement. Hier wird in Euro gezahlt, und auch sonst fühlt man sich ziemlich wie in „Frankreich in den Tropen“: Beschilderungen, neuere Architektur und Supermärkte sehen rund um Paris nicht viel anders aus. Dies betrifft natürlich auch das Preisniveau, Essen und Unterkunft bewegen sich weitgehend auf europäischem Niveau. Wesentliche Französischkenntnisse schaden nicht, obwohl erstaunlicherweise viele sehr bereitwillig English sprechen. Reunion ist halt irgendwie auch auf den Tourismus angewiesen.

Die Insel besticht eher weniger durch paradiesische Strände, als vielmehr durch ihre einmalige bergige und zerklüftete Landschaft, die sich am besten per Mietwagen bzw. zu Fuß erkunden lässt. Klimabedingt ist die Aussicht von bzw. auf die höheren Berge leider auf die Vormittagsstunden beschränkt, spätestens gegen 12 Uhr (häufig früher) hat der Nebel oberhalb von ca. 1800hm die Oberhand gewonnen. In Réunion liegt alles irgendwie am Hang, so dass mehrere tausend (Auto-)Höhenmeter an einem Tag sowie unzählige Kurven keine Seltenheit sind. Nicht zuletzt dank dem Mutterland sind die Straßen allerdings hervorragend ausgebaut und beschildert, selbst in entlegene Gegenden und in große Höhen. Individuelles Reisen ist hier ohne Probleme möglich, denn anders als in Mauritius gibt es auch viele kleine Hotels und Herbergen. Besonders empfehlenswert sind die privaten „Unterkünfte beim Einwohner“ (deutsche Übersetzung im Prospekt), die meist sehr schön gelegen sind und Kontakt zur Bevölkerung ermöglichen. Für mehrtägige Wanderungen wurden zahlreiche funktionelle Unterkünfte eingerichtet, die zwar von der Gemütlichkeit nicht an eine Alpenvereinshütte heranreichen, dafür aber (nicht selten dank Hubschrauberversorgung) ausgezeichnetes, mehrgängiges Essen bieten – französische Prioritäten eben😉

Acht Tage sind ausreichend, um Réunion komplett zu umrunden, einschließlich einiger schöner Wanderungen und sonstiger Späße wie Paragliding und einem Mountainbikedownhill von 2250m auf Meereshöhe. Bei ein paar Tagen mehr wäre uns sicherlich auch nicht langweilig geworden.

Rückblickend hat sich auch die Reisezeit als ideal erwiesen. Die eigentliche Hochsaison beginnt erst Anfang Oktober, so dass nirgendwo großes Gedränge herrschte und Unterkünfte bzw. Aktivitäten spontan vor Ort gebucht werden konnten. Das Wetter war durchweg trocken und 26 bis 30 Grad Luft- bzw. 25 Grad Wassertemperatur reichen für den Strand, ermöglichen gleichzeitig sonstige Sportaktivitäten, wie z.B. Golf oder eben Wanderungen in allen Höhen.

  1. 28. September 2009 um 17:08

    Beneidenswert!🙂

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