Startseite > Fundstücke, Vernetze Welt > Bundeswehr-Wiki Artikel im Wissensmanagement Magazin erschienen

Bundeswehr-Wiki Artikel im Wissensmanagement Magazin erschienen

Dass ich das noch erleben darf… Im Herbst 2006, in den letzten Monaten meiner aktiven Dienstzeit als Offizier bei der Bundeswehr, hatte ich mich schwerpunktmäßig um den Aufbau eines bundeswehrinternen Wikis nach dem Vorbild der Wikipedia bemüht. Nachdem das Projekt von einem Bekannten bereits Monate zuvor als unmoderierter Selbstläufer im Intranet gestartet wurde, ging es insbesondere darum, konzeptionelle Grundlagen- und vor allem Überzeugungsarbeit zu leisten. Doch obwohl es damit gelang, einige entscheidende bürokratische Hürden zu nehmen, kam das Projekt nachfolgend aufgrund mangelnder personeller Treiber, insbesondere Führungskräfte, nicht aus seinem „Papierstatus“ heraus. Eher geschadet als genützt hat dabei übrigens auch die unabgestimmte Veröffentlichung eines Artikels über das Projekt, der leider Aufmerksamkeit an falscher Stelle erzeugt hat, so dass infolge der Dienst erstmal abgestellt wurde.

Erst über ein Jahr später kam die Sache dank persönlicher Initiative einiger Wiki-Enthusiasten in der Bundeswehr wieder in Schwung und nun ist es endlich soweit: Nach langer Konzept- und Realisierungsarbeit startete Anfang März 2009 der Wiki-Service der Bundeswehr im Experimentbetrieb. Vieles von den ursprünglichen Ideen aus dem Jahr 2006 ist erhalten geblieben, einiges wurde angepasst und erweitert. Positiv zu bemerken ist dabei vor allem auch, dass nun öffentlich über das Projekt (und später auch die Erfahrungen) berichtet werden kann (siehe „Be Wiki – Bundeswehr 2.0“ in Wissensmanagement Heft 3 April/Mai 2009).

Lessons Learned: Graswurzelbewegungen sind gut und wichtig für Innovationen, insbesondere um eine gewisse Schwungmasse zu erreichen bzw. erste Erfahrungen zu sammeln. Doch spätestens wenn die Sache eine gewisse Größe erreicht hat bzw. in die Fläche ausgerollt werden soll, geht es in einer großen Organisation ohne Unterstützung „von oben“ und die Einhaltung vorgegebener Prozesse nicht weiter. Vorteilhaft hat sich hier zudem das klare Bekenntnis der Bundeswehr zu „Concept Development & Experimentation„, kurz CD&E, erwiesen. Ein zielführende Methode, um innovative Konzepte praxisnah zu erproben und mit entsprechenden Prozessen, um notwendige Ressourcen zu erhalten.

  1. Wilfried Honekamp
    5. Mai 2016 um 10:38

    Dass die unabgestimmte Veröffentlichung des Artikels eher geschadet als genützt hat, ist eine reine, sehr subjektive Vermutung. Vielleicht würden unsere Nachfolger noch heute diskutieren, wie ein Artikel aussehen sollte und wann der richtige Zeitpunkt für eine Veröffentlichung wäre. Die Bikiwedia wäre dann heute noch ein U-Boot. Vielleicht war es gerade die interne Aufregung, die die Grundlage für den heutigen Erfolg gelegt hat. Wer weiß …
    Siehe auch

  1. 13. Dezember 2009 um 11:25
  2. 30. Oktober 2012 um 19:38
  3. 7. April 2014 um 08:14

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: