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Archiv für die Kategorie ‘Berge’

Reisen in Mauritius und La Réunion

27. September 2009 schaeferblick 1 Kommentar

Berge oder Strand?“ Wem bei dieser klassischen Urlaubsfrage die Entscheidung schwerfällt und wer auch eine Fernreise nicht scheut, der sollte mal einen Blick auf die Maskarenen, genauer Mauritius und La Réunion, werfen. Aktuell sind wir auf dem Rückweg von einer wunderbaren 2,5 Wochen Reise durch beide Inseln, die unsere Erwartungen weitaus übertroffen haben. Hier ein paar unserer Erfahrungen und Eindrücke.

Strand in MauritiusMauritius übernimmt den „Strand-Part“ und erfüllt alle Vorstellungen eines Traumstrandes mit klarem, türkisem Wasser, hellem Sand und Kokosnuss behängten Palmen. Das touristische Leben spielt sich allerdings vorwiegend in großen Hotelanlagen ab, die zweckmäßigerweise von Deutschland aus gebucht werden sollten. Zudem gibt es erhebliche „Honeymooner“-Rabatte, die so einige hundert Euros sparen und zu vertretbaren Preisen einen Hauch von Luxus mit exzellentem Service und vor allem Essen ermöglichen.

Um auch einen Blick über den Zaun der Hotelanlange zu werfen, d.h. einen Eindruck von der Insel und seinen Bewohnern zu erlangen, reichen locker 2 bis maximal 4 Tage. Hierfür empfiehlt sich ein Taxi mit Fahrer, der die (meist wenig beschilderten) Wege kennt und zugleich noch als Fremdenführer mit gutem Englisch fungiert. Preislich liegt man mit ca. 70 Euro pro Tag nicht wesentlich teurer als mit einem Mietwagen, ist allerdings deutlich flexibler ohne jegliche Formalitäten. Auch die befürchteten Pflichtbesuche im Geschäft des Onkels fanden bei uns nicht statt.

Berge in ReunionNur ca. 200km und ca. 40 Flugminuten entfernt, liegt die Insel La Réunion, ein französisches Überseedepartement. Hier wird in Euro gezahlt, und auch sonst fühlt man sich ziemlich wie in „Frankreich in den Tropen“: Beschilderungen, neuere Architektur und Supermärkte sehen rund um Paris nicht viel anders aus. Dies betrifft natürlich auch das Preisniveau, Essen und Unterkunft bewegen sich weitgehend auf europäischem Niveau. Wesentliche Französischkenntnisse schaden nicht, obwohl erstaunlicherweise viele sehr bereitwillig English sprechen. Reunion ist halt irgendwie auch auf den Tourismus angewiesen.

Die Insel besticht eher weniger durch paradiesische Strände, als vielmehr durch ihre einmalige bergige und zerklüftete Landschaft, die sich am besten per Mietwagen bzw. zu Fuß erkunden lässt. Klimabedingt ist die Aussicht von bzw. auf die höheren Berge leider auf die Vormittagsstunden beschränkt, spätestens gegen 12 Uhr (häufig früher) hat der Nebel oberhalb von ca. 1800hm die Oberhand gewonnen. In Réunion liegt alles irgendwie am Hang, so dass mehrere tausend (Auto-)Höhenmeter an einem Tag sowie unzählige Kurven keine Seltenheit sind. Nicht zuletzt dank dem Mutterland sind die Straßen allerdings hervorragend ausgebaut und beschildert, selbst in entlegene Gegenden und in große Höhen. Individuelles Reisen ist hier ohne Probleme möglich, denn anders als in Mauritius gibt es auch viele kleine Hotels und Herbergen. Besonders empfehlenswert sind die privaten „Unterkünfte beim Einwohner“ (deutsche Übersetzung im Prospekt), die meist sehr schön gelegen sind und Kontakt zur Bevölkerung ermöglichen. Für mehrtägige Wanderungen wurden zahlreiche funktionelle Unterkünfte eingerichtet, die zwar von der Gemütlichkeit nicht an eine Alpenvereinshütte heranreichen, dafür aber (nicht selten dank Hubschrauberversorgung) ausgezeichnetes, mehrgängiges Essen bieten – französische Prioritäten eben ;)

Acht Tage sind ausreichend, um Réunion komplett zu umrunden, einschließlich einiger schöner Wanderungen und sonstiger Späße wie Paragliding und einem Mountainbikedownhill von 2250m auf Meereshöhe. Bei ein paar Tagen mehr wäre uns sicherlich auch nicht langweilig geworden.

Rückblickend hat sich auch die Reisezeit als ideal erwiesen. Die eigentliche Hochsaison beginnt erst Anfang Oktober, so dass nirgendwo großes Gedränge herrschte und Unterkünfte bzw. Aktivitäten spontan vor Ort gebucht werden konnten. Das Wetter war durchweg trocken und 26 bis 30 Grad Luft- bzw. 25 Grad Wassertemperatur reichen für den Strand, ermöglichen gleichzeitig sonstige Sportaktivitäten, wie z.B. Golf oder eben Wanderungen in allen Höhen.

Kategorien:Berge, Lebenserfahrung

Von Schloss Linderhof nach Neuschwanstein: Zwei Tage wandern im Ammergebirge

18. August 2008 schaeferblick Kommentieren

Es ist wohl anzunehmen, dass der Erbauer dieser heutigen Sehenswürdigkeiten niemals selbst diese Route über die Berge genommen hat, doch bietet sie heute eine ideale Zwei-Tagestour in abwechslungsreicher und vor allem aussichtsreicher Landschaft.

Blick auf die Hochplatte vom Klammspitzgrat

Blick auf die Hochplatte vom Klammspitzgrat

Nachdem Maria Himmelfahrt dieses Jahr buchstäblich ins Wasser gefallen war, starteten wir am Samstag bei sich stetig besserndem Wetter gegen Mittag am Schloss Linderhof. Die Anreise ist öffentlich zwar etwas mühselig, aber machbar, und bei dieser Tour wäre ein Auto eh nur hinderlich. Die Touristenmassen haben wir schnell hinter uns gelassen und so geht es ca. 700hm auf guten Weg hinauf zu den Brunnenhäusern, einer idealen Brotzeitstation mit super Ausblick. Unmittelbar anschließend beginnt der landschaftlich reizvolle Teil und es geht hoch hinaus auf den Gipfel der Klammspitze. Mit bester Aussicht in alle Richtungen folgen wir dem Grat und erreichen abschließend nach ca. 600hm Abstieg gegen 18:00h die Kenzenhütte. Leider keine DAV-Hütte und eher im Wald gelegen, bietet sie doch für 30 Euro p.P. ein willkommenes Nachtquartier inkl. Halbpension.

Am zweiten Tag geht es direkt auf die 2084m hohe Hochplatte mit einem fantastischen Ausblick auf die Zugspitze und den Forggensee. Auch hier halten wir uns immer auf dem Grat und erreichen nach einigem Auf- und Ab gegen 15:00h die wohl bekannteste Behausung des Königs, die, wie für einen Augustsonntag nicht anders zu erwarten, von hunderten internationalen Besuchern überrannt wird. Das Besuchskonzept ist wohlgemerkt nicht für den Wanderer „von oben“ entwickelt worden, da es die Tickets für die Schlossführung nur am ca. 100hm tiefer gelegenen Parkplatz gibt – aber wahrscheinlich maximiert das den Umsatz der dazwischenlegenden Ess- und Verkaufsstände.

Mit Bus & Bahn erreichen wir ca. 2,5h später wieder München. Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Wanderung durch eine fantastische Landschaft, ideal für ein spontanes Wochenende „um mal raus zukommen“.

Kategorien:Berge

Zischgeles

20. April 2008 schaeferblick Kommentieren

Nein, dabei handelt es sich nicht um ein neues Social Software Tool, sondern vielmehr um einen 3000m hohen Berg in den Stubaier Alpen, der insbesondere an schönen Frühjahrswochenenden regen Zulauf an Skitourengehern erhält. Mit diesem Beitrag möchte ich meiner dritten Ankündigung nachkommen, auf diesem Blog auch Berichte über Ski- und Moutainbiketouren bereitzustellen.

Frühjahrtouren gehen bekanntlich früh los und so sammelten sich heute bereits kurz nach 7 Uhr über 40 Autos auf dem Parkplatz. Strahlend blauer Himmel und laut Einheimischen für die Jahreszeit überdurchschnittlich viel Schnee lieferten perfekte Bedingungen. Die 1300hm waren in ca. 3h geschafft, die letzten 100 allerdings zu Fuß zum Gipfel mit super Ausblick. Die Abfahrt war in der Jahreszeit entsprechenden klassischen Abfolge: oben Pulver, langsam übergehend in Bruchharsch, weiter unten bzw. südseitig Firn und abschließend Sulz. Insgesamt durchaus lohnenswert und ich bin mir sicher, da geht noch was die nächsten Wochen!

Um nun abschließend doch noch wieder ein kurzen Schwenk in die Online-Welt zu machen, sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass es insbesondere für das schnee- und wetterabhängige Skitourengehen ein technologisch zwar etwas rustikales, aber trotzdem gut angenommenes Forum im Internet gibt, auf dem sich Tourengeher über aktuelle Erfahrungen und Verhältnisse austauschen. Die Seite ist bei vielen mittlerweile zu einem ähnlichen Standard geworden wie der Wetter- und der Lawinenlagebericht. Auf meine Nachfrage hin, ob hier angesichts der Popularität mal ein technisches Update geplant ist, um z.B. RSS-Feeds oder ähnliches anzubieten, wurde mir ein komplettes Redesign der Website angekündigt — allerdings wohl erst in ein paar Monaten, so lange die Verhältnisse noch so gut sind ;)

Kategorien:Berge