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Archiv für April 2009

Bundeswehr-Wiki Artikel im Wissensmanagement Magazin erschienen

10. April 2009 schaeferblick Kommentieren

Dass ich das noch erleben darf… Im Herbst 2006, in den letzten Monaten meiner aktiven Dienstzeit als Offizier bei der Bundeswehr, hatte ich mich schwerpunktmäßig um den Aufbau eines bundeswehrinternen Wikis nach dem Vorbild der Wikipedia bemüht. Nachdem das Projekt von einem Bekannten bereits Monate zuvor als unmoderierter Selbstläufer im Intranet gestartet wurde, ging es insbesondere darum, konzeptionelle Grundlagen- und vor allem Überzeugungsarbeit zu leisten. Doch obwohl es damit gelang, einige entscheidende bürokratische Hürden zu nehmen, kam das Projekt nachfolgend aufgrund mangelnder personeller Treiber, insbesondere Führungskräfte, nicht aus seinem „Papierstatus“ heraus. Eher geschadet als genützt hat dabei übrigens auch die unabgestimmte Veröffentlichung eines Artikels über das Projekt, der leider Aufmerksamkeit an falscher Stelle erzeugt hat, so dass infolge der Dienst erstmal abgestellt wurde.

Erst über ein Jahr später kam die Sache dank persönlicher Initiative einiger Wiki-Enthusiasten in der Bundeswehr wieder in Schwung und nun ist es endlich soweit: Nach langer Konzept- und Realisierungsarbeit startete Anfang März 2009 der Wiki-Service der Bundeswehr im Experimentbetrieb. Vieles von den ursprünglichen Ideen aus dem Jahr 2006 ist erhalten geblieben, einiges wurde angepasst und erweitert. Positiv zu bemerken ist dabei vor allem auch, dass nun öffentlich über das Projekt (und später auch die Erfahrungen) berichtet werden kann (siehe „Be Wiki – Bundeswehr 2.0″ in Wissensmanagement Heft 3 April/Mai 2009).

Lessons Learned: Graswurzelbewegungen sind gut und wichtig für Innovationen, insbesondere um eine gewisse Schwungmasse zu erreichen bzw. erste Erfahrungen zu sammeln. Doch spätestens wenn die Sache eine gewisse Größe erreicht hat bzw. in die Fläche ausgerollt werden soll, geht es in einer großen Organisation ohne Unterstützung „von oben“ und die Einhaltung vorgegebener Prozesse nicht weiter. Vorteilhaft hat sich hier zudem das klare Bekenntnis der Bundeswehr zu „Concept Development & Experimentation„, kurz CD&E, erwiesen. Ein zielführende Methode, um innovative Konzepte praxisnah zu erproben und mit entsprechenden Prozessen, um notwendige Ressourcen zu erhalten.

Stets aktuelle Reiseauskünfte bei bzw. in der Bahn…

9. April 2009 schaeferblick Kommentieren

Kürzlich war ich mal wieder im ICE von München nach Stuttgart unterwegs und surfte über WLAN durch das kostenfreie ICE-T-Mobile-Portal. Neben Nachrichten, Wetter und Unterhaltung wird naheliegenderweise auch eine Zugauskunft angeboten. Die Maske gleicht zumindest der des vertrauten Internetportals, mit einem kleinen Unterschied: Ich sollte doch bitte Verständnis dafür haben, dass derzeit leider nur Auskünfte für Verbindungen vom 09.12.07 bis 13.12.08 gegeben werden können. Alle Datumseingaben außerhalb dieser Zeitspanne — evtl. gar für die „Zukunft“, d.h. am nächsten Tag… — wurden wieder mit demgleichen Hinweis quittiert… auch beim Schaffner konnte ich hier nur ein Kopfschütteln ernten, immerhin hat er mir bereitwillig die Verbindung auf seinem PDA heraussuchen können. Nun denn, vielleicht waren ja ein paar Bahnhistoriker an Bord, denen dieser WLAN-Service einen Nutzen bringt – oder ich hätte eben doch ein Ticket fürs freie Internet kaufen und auf bahn.de gehen sollen…

bahnportal

Kategorien:Fundstücke

Happy Birthday, Schaeferblick!

1. April 2009 schaeferblick 1 Kommentar

Nun ist es genau ein Jahr her, dass dieses Blog an den Start ging. 34 Posts in einem Jahr sind zwar nun nicht gerade wahnsinnig viel, sprechen aber zumindest für eine gewisse Konstanz. Etwas verwundert bin ich allerdings immer noch über die Zugriffsstatistik, der zufolge die meisten Zugriffe eindeutig auf meinen Wanderbericht „Von Schloss Linderhof nach Neuschwanstein“ erfolgt sind. Vielleicht nicht gerade ein Bericht aus dem thematischen Schwerpunkt dieses Blogs, aber anscheinend ist er auf starkes Interesse gestossen (oder wird bei Suchmaschinen aufgelistet).

Nun denn, anfangs hatte ich mich ja schon ein wenig gefragt, ob das Blogprojekt nicht nur ein kurzes Strohfeuer wird, das dann schnell sich wieder im Sande verläuft. Rückblickend kann ich jedoch sagen, dass ich es keinesfalls bereue. Wahrscheinlich bin ich selbst mein treuster Leser und hier liegt meines Erachtens auch einer der größten Erfolgsfaktoren für Blogs und wahrscheinlich Web 2.0 Anwendungen überhaupt. Das Blog bietet mir selbst einen unmittelbaren Mehrwert, indem ich dort ausgewählte Ereignisse, Erfahrungen, Überlegungen etc. für mich selbst zentral ablegen kann. So habe ich sie bei Bedarf immer verfügbar und kann auch einfach darauf verweisen. Das Blog erfüllt damit seine ureigenste Funktion, ein einfaches Tagebuch, das Rückblicke erlaubt, und zudem dank moderner Technik weltweit zugreifbar und mit anderen vernetzbar ist. Netzwerkeffekte, d.h. Mehrwert durch große Beteiligung und Interaktion, sind potentiell da und willkommen, der Erfolg bzw. die Motivation zur Nutzung hängen jedoch keinesfalls einzig und allein davon ab.

Fazit: Das Blog wird auch in seinem zweiten Lebensjahr in gewohnter Weise fortgeführt, hat jedoch etwas an Konkurrenz gewonnen, da ich mich seit einigen Tagen auch unter Schaeferblick bei Twitter registriert habe. Mal schauen wie sich das so entwickelt…